Ermittler warten auf Gutachten

Zweite Aktualisierung vom 6. August / 17:13 Uhr
Am 18. Juni kam es in Tegernsee zu einem tödlichen Unfall beim Stegbau. Und nur zwei Wochen später ereignete sich ebenfalls in Tegernsee ein weiterer schwerer Arbeitsunfall.

Bei beiden Vorfällen ist die Ursache allerdings weiterhin unklar. Die Gutachten lassen noch auf sich warten.

An der Baustelle in der Froumundstraße ist es zu einem Arbeitsunfall gekommen
An der Baustelle in der Froumundstraße war es im letzten Monat zu einem Arbeitsunfall gekommen

Innerhalb von nur wenigen Tagen haben sich in den letzten Wochen in Tegernsee zwei schwere Unfälle ereignet. Zum einen stürzte ein Bauarbeiter sechs Meter in die Tiefe, als er sich auf einem Baugerüst abstützen wollte und dieses daraufhin nachgab.

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Tödlicher Unfall

Für ihn ging die Sache allerdings noch verhältnismäßig glimpflich aus. Zwar musste er mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, schwebt jedoch mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. „Nach unserem Kenntnisstand wird er keine bleibenden Schäden zurückbehalten“, erklärte der Wiesseer Polizeichef Sigel bereits vor knapp einem Monat.

Nicht so viel Glück hatte hingegen ein Arbeiter beim Stegbau in Tegernsee. Aus noch ungeklärter Ursache riss bei dem verwendeten Arbeitsgerät ein Stahlseil, so dass ein schweres Gewicht dem 29-jährigen Juniorchef am Kopf traf und ihn in den See beförderte. Der Mann erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.

Gutachten stehen noch aus

Wie es zu diesen Unfällen kommen konnte, wird derzeit noch untersucht. In beiden Fällen wurden von der Kripo, beziehungsweise der Polizei Bad Wiessee Gutachter bestellt um Klarheit zu verschaffen.

„Das Gutachten wird von einem unabhängigen Gutachter gestellt. Das Ergebnis steht allerdings noch aus, daher kann ich noch nicht mehr zu der Sache sagen“, so Polizeisprecher Jürgen Thalmeier. Und auch Sigel erklärt, dass das Gutachten der Berufsgenossenschaft in Sachen Gerüstbau noch aussteht. „Es gibt meines Wissens nach noch keine neuen Erkenntnisse“, so Sigel.

Aktualisierung vom 9. Juli / 9:17 Uhr
Der verunglückte Tölzer, der bei Bauarbeiten in der Froumundstraße von einem sechs Meter hohen Balkon fiel, ist außer Lebensgefahr.

Wie Polizeichef Wilhelm Sigel bestätigte, befindet sich der 47-Jährige bereits auf dem Weg der Besserung. Unterdessen dauern die Ermittlungen zur Unfallursache weiter an.

Keine Spätfolgen

Vor knapp einer Woche wurde der 47-jährige Tölzer mit schweren Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen in das Unfallklinikum Murnau geflogen. Mittlerweile geht es dem Schwerverletzten aber wieder besser.

Der Verunglückte sei außer Lebensgefahr und befinde sich bereits auf dem Weg der Besserung, bestätigte der Wiesseer Polizeichef Wilhelm Sigel bereits gestern. Zudem muss der Bauarbeiter wohl auch mit keinen Spätfolgen des Unfalls rechnen. „Nach unserem Kenntnisstand wird er keine bleibenden Schäden zurückbehalten“, weiß Sigel.

Unterdessen dauern die Ermittlungen nach der Unfallursache weiter an. Derzeit prüft die Berufsgenossenschaft, ob das Gerüst richtig gesichert war. Wann das Gutachten allerdings vorliegen wird, ist derzeit unklar. „Das dauert. Ich kann derzeit noch nicht einschätzen, wann wir dort ein Ergebnis vermelden können“, so Sigel.

Ursprünglicher Artikel vom 4. Juli mit der Überschrift: “Arbeiter stürzt sechs Meter in die Tiefe”
Nach dem tödlichen Unfall am Seesteg hat sich heute Abend in Tegernsee ein weiterer folgenschwerer Betriebsunfall ereignet.

Ein 47-jähriger Bauarbeiter aus Bad Tölz ist beim Verputzen einer Hauswand am Leeberg von einem Balkon in sechs Metern Höhe gestürzt. Mit schweren Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen wurde der Mann ins Krankenhaus geflogen. Die Polizei lässt nun die Sicherheitsvorkehrungen prüfen.

Gegen 18 Uhr arbeitete der Tölzer mit seinem Arbeitskollegen an einem Rohbau in der Fromundstraße in Tegernsee. Beide befanden sich bei Verputzungsarbeiten auf einem Balkon im zweiten Obergeschoss. Der 47-Jährige wollte sich auf den Balkon knien, um herabgefallenen Putz zu beseitigen. Hierzu stützte er sich an einer halbhohen Querverstrebung am Gerüst ab. Durch das Aufstützen hebelte er allerdings die Verstrebung aus der Halterung.

Polizei überprüft Baugerüst

Dabei gab diese nach, und der 47-Jährige verlor das Gleichgewicht. Durch die fehlende Absicherung stürzte der Bauarbeiter sechs Meter tief auf eine darunter liegende Terrasse. Durch den Sturz erlitt der Tölzer schwere Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Schwerverletzte in das Unfallklinikum Murnau geflogen.

Die Polizei lässt nun durch die Berufsgenossenschaft prüfen, ob eventuell das Gerüst nicht fachgerecht aufgestellt worden war.

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