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Wiesseer Kurviertel verändert sich

Abriss des Jodbads bereits im Januar

Fast 90 Jahre prägte das Jodbadgebäude den Kurort. Im Januar ist es Geschichte. Dann kommt die Abrissbirne, wie Wiessees Bürgermeister Peter Höß auf Nachfrage bestätigt. Allein die Wandelhalle bleibt stehen.

Weiter Ärger um das geplante Jodbadareal in Bad Wiessee
Das Jodbadareal in Bad Wiessee soll Anfang des Jahres abgerissen werden / Archivbild

Millionen von Kurgästen durchliefen den weitläufigen Jod-Schwefelbad-Komplex seit der Fertigstellung 1928. Er erlebte seitdem Höhen und Tiefen. Seit der Gesundheitsreform 1989 jedoch nahm die Zahl der Anwendungen stetig ab, das Gesundheitszentrum Jod-Schwefelbad GmbH rutschte in die roten Zahlen. Die Bilanz ist genauso marode wie das Gebäude: „Deshalb muss jetzt etwas passieren. Einige Bereiche sind jahrzehntelang schon nicht mehr genutzt worden. Daher gibt es keinen anderen Weg“, erklärt Rathauschef Peter Höß (Wiesseer Block).

Wenn nichts dazwischen kommt, kann mit dem Abriss im Januar begonnen werden. Über dessen Dauer kann ich noch keine verbindliche Auskunft geben, da entsprechende Firmen im Rahmen der Ausschreibung gerade befragt werden.

Auch zu den Kosten wolle er erst etwas sagen, wenn die Angebote vorliegen. „Aber es ist davon auszugehen, dass die Ausgaben dafür im sechsstelligen Bereich liegen werden. Ich rechne aber nicht mit kontaminierten Materialien, wie Asbest“, sagt Höß.

Noch kein Bauantrag für das Hotel

„Wir werden so schnell als möglich die Interimslösung im Badepark schaffen“. Wie berichtet, werden im Obergeschoss sechs Wannenräume installiert, um weiterhin in begrenztem Umfang die Anwendungen mit dem Heilwasser zu ermöglichen. Nach Berechnung des Haushamer Architekten Herbert Wagenpfeil kostet der Gemeinde das Provisorium etwa 170.000 Euro, für das es keine Zuschüsse bekommt. Weitere 300.000 Euro will die Gemeinde für die Renovierung des Badeparks in die Hand nehmen.

Die Zeit drängt auch beim geplanten Badehaus, dessen gesamter Komplex, einschließlich Quellensanierung mit etwa 6,7 Millionen Euro veranschlagt wird. Der Badepark als Interimslösung für das Jodbad kann nur von begrenzter Dauer sein, denn Bad Wiessee würde sonst womöglich noch den letzten Anwender des Jodschwefelwassers vergraulen. Wann gegenüber die Hotelpläne der Schweizer Sports Medicine Excellence (SME) umgesetzt werden, lässt sich offenbar noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Höß: „Der Bauantrag von SME liegt noch nicht vor, er soll Anfang des kommenden Jahres eingereicht werden“.

Nach seinen Kenntnissen werde mit „großem Nachdruck vom Architekten Matteo Thun daran gearbeitet“. SME wolle nach dem Abbruch des alten Jodbads zügig beginnen. Deswegen müsse alles „parallel und optimal laufen“.


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