Polizeieinsatz: Baustellen-Spuk am Sonntagmorgen
Ärger am Gmunder Maximilian

von Nadja Weber

Seit November laufen die Bauarbeiten am Maximilian in Gmund. Zwar kehrt dadurch bald wieder Leben nahe der langjährigen Ruine ein, doch die Nerven der Anlieger sind gereizt. Gestern wurde der Geduldsfaden so mancher Anwohner dann überspannt. Die Polizei musste die Situation beruhigen.

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Seit rund drei Monaten wird am Maximilian in Gmund gebaggert, gebohrt und betoniert. Erst kürzlich sorgte ein Riss in der Straße bei Anliegern für Aufregung. Unterhalb der betroffenen Straße liegt die Baugrube, die für die vorgesehene Tiefgarage ausgehoben wurde. Beim Absenken der Straße geriet selbst der Bauzaun in Schieflage.

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Dringende Dachdeckerarbeiten

Noch dazu trotzen die Anrainer seit mehreren Wochen der unangenehmen Geräuschkulisse. Baulärm schön und gut – Doch am Sonntag? Nein, das geht zu weit, dachten sich gestern die Anwohner, als sie von Baustellengeräuschen geweckt wurden. „Eine solche Ruhestörung ist unerhört. Und das am Sonntag in der Früh“, so eine Anwohnerin gegenüber der Tegernseer Stimme. Auch ein Beweisvideo wurde gedreht, das drei Bauarbeiter auf der Baustelle zeigt.

Nachdem die Polizei alarmiert wurde, war der morgendliche Baustellen-Spuk gegen 8:15 Uhr auch schon wieder vorbei. Die Beamten sorgten für Ruhe. Laut dem Feiertagsgesetz sind derartige Arbeiten am Sonntag untersagt. Florian Ruml, Geschäftsleiter der Gemeinde Gmund erklärt:

Auf Nachfrage bei der zuständigen Baufirma musste man offenbar dringende Schäden am Dach reparieren. Durch den Sturm vergangene Woche wurde das Dach undicht. Deshalb mussten die Arbeiter es flicken.

Ruml erklärt weiterhin, die Gemeinde hätte den Bauleiter auf das Feiertagsgesetz hingewiesen. Dieser sei sich über das entsprechende Gesetz durchaus bewusst gewesen. Doch es gibt offenbar Ausnahmen.

Das Gesetz besagt weiter, dass das Arbeitsverbot an Sonntagen aufgehoben wird, wenn “Arbeiten unaufschiebbar und im Interesse öffentlicher Einrichtungen” liegen. Deshalb wird die Gemeinde auch von möglichen Konsequenzen absehen.

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