Agatharied: Epidemie rückläufig

von Nicole Kleim

Nach knapp einer Woche: Das Krankenhaus Agatharied erklärt den Aufnahmestopp wegen der Durchfall-Epidemie für beendet. Das Haus läuft wieder im Normalbetrieb, sagen die Verantwortlichen.

Das Krankenhaus Agatharied läuft seit gestern wieder im Normalbetrieb.

Vergangene Woche befand sich das Krankenhaus Agatharied am Rande seiner Aufnahmekapazitäten – wir berichteten. In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung heißt es, das Krankenhaus Agatharied laufe wieder im Normalbetrieb. Das heißt, alle Operationen und Behandlungen finden nun wieder wie geplant statt, und Termine werden wieder zeitnah vergeben.

Dies war in der letzten Woche nicht der Fall. Termine mussten für geplante Behandlungen verschoben werden, damit das Krankenhaus bei voller Belegung eine geordnete Behandlung von infektiösen Patienten sicherstellen konnte. Dabei sei die Situation besonders dadurch erschwert worden, so heißt es seitens des Krankenhauses, dass unter anderem mehrere Mitarbeiter aus Ärzteschaft und Pflege erkrankt waren.

Zahl der Noro-Virus-Patienten geht zurück

Die Zahl der Patienten mit Symptomen, die eine Infektion mit dem Noro-Virus befürchten lassen, sei drastisch zurückgegangen. Heute sind es laut Pressemitteilung nur noch drei Patienten, die auf dieses Virus getestet werden. Letzten Donnerstag waren es noch 29.

Für den Fall, dass weiterhin Patienten mit Symptomen von Durchfallerkrankungen oder gar der echten Grippe in das Krankenhaus kommen, habe man auf zwei unterschiedlichen Stationen des Krankenhauses Zimmer reserviert. Damit könne man solche Patienten gleich isolieren.

Jetzt, wo es wieder etwas wärmer sei und die Luftfeuchtigkeit deutlich steige, sinke zwar die Wahrscheinlichkeit, sich mit einem Noro-Virus zu infizieren, dennoch sei die Gefahr nicht gebannt. Deshalb empfiehlt das Krankenhaus insbesondere allen Risikopatienten, das heißt älteren Mitbürgern und solchen mit einer chronischen oder mit anderen schwerwiegenden Grunderkrankungen, sich weiterhin durch ausreichende Hygienemaßnahmen zu schützen. Am erfolgversprechendsten sei eine umfassende Händehygiene und das Meiden großer Menschenansammlungen.


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