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Landtagswahl 2013: Ergebnisse aus den Talgemeinden

Aigner holt 56,8 Prozent der Stimmen

Von Robin Schenkewitz

Nach den vorläufigen Wahlergebnissen hat die CSU in ganz Bayern die absolute Mehrheit erlangt. Doch wie sieht es mit den einzelnen Gemeinden im Tegernseer Tal aus?

Dort tun sich tatsächlich Unterschiede auf. Klare Siegerin beim Kampf um das Direktmandat ist dennoch wie erwartet Ilse Aigner von der CSU.

Ilse Aigner nach dem Sieg der CSU heute Abend
Ilse Aigner freut sich über den Sieg der CSU heute Abend / Quelle: Picture Alliance

Tatsächlich scheint an dem bekannten Stadt-Land-Gefälle etwas dran zu sein. In den Gemeinden am Tegernsee kommt die CSU überall auf noch mal bessere Ergebnisse als im bayernweiten Vergleich. Auch Bundesministerin Ilse Aigner erfährt hier insgesamt eine große Unterstützung von den Wählern.

Tegernseer halten zu Mandl

Nur in Tegernsee, wo Thomas Mandl als SPD-Stadtrat aktiv ist, bekommt dieser eine annehmbare Anzahl an Stimmen im Verhältnis zu seiner Konkurrentin. Genau 18,84 Prozent der Wähler stellten sich hinter den SPD-Landtagskandidaten. Trotzdem ist Ilse Aigner auch hier mit knapp 59 Prozent die klare Siegerin.

In den anderen Gemeinden liegt die 48-Jährige allerdings deutlicher vorn. So bekommt sie beispielsweise in Rottach-Egern 69 Prozent der Stimmen. Das sind gleich zehn Prozent Unterschied zu den Nachbargemeinden. Auch die CSU liegt in Rottach mit 68 zu zehn Prozent deutlich vor der SPD. Das ist gleichzeitig auch ihr bestes Ergebnis im Tal.

Kandidatenproblem bei der SPD?

In Gmund erzielt die CSU-Spitzenkandidatin wie in Tegernsee ebenfalls 59 Prozent. Ein gutes Ergebnis fährt hier allerdings auch Balthasar Brandhofer von den Freien Wählern ein. Knapp zwölf Prozent der Stimmen kann der Direktkandidat aus Waakirchen auf sich vereinen.

Etwas stärker als in Gmund ist Aigner in Bad Wiessee, wo sie noch am Samstag kräftig die Werbetrommel gerührt hat. Offenbar hat die Unterstützung des relativ starken Ortsverbandes gewirkt. Beinahe 63 Prozent konnte Aigner hier erreichen. In der südlichsten Gemeinde im Tal konnte die zukünftige Landesministerin knapp 64 Prozent der Stimmen holen. Mandl erhielt nur zwölf Prozent.

Auffällig ist hierbei, dass, ähnlich wie beim Bundestagswahlkampf, die SPD ein Kandidatenproblem zu haben scheint. In allen Tal-Gemeinden erhält die SPD mehr Zweitstimmen als Mandl bei den Erststimmen. Zudem fällt bei den vorläufigen Ergebnissen auf, dass offenbar die FDP rund um den Tegernsee noch eine relativ breite Unterstützerbasis findet. Zumindest in Rottach-Egern, Bad Wiessee und Tegernsee wären die Liberalen in Kombination von Erst- und Zweitstimmen sogar in den Landtag eingezogen. Wenn auch nur knapp.

Sehr hohe Wahlbeteiligung in Wiessee

Sehr erfreulich ist die hohe Wahlbeteiligung in diesem Jahr. Wie die Wahlhelfer in den einzelnen Kommunen bereits heute Mittag vermuteten, liegt diese talweit verhältnismäßig hoch. Knapp 70 Prozent der Wahlberechtigten fanden den Weg an die Urne. Als positives Vorbild sticht hier Bad Wiessee mit einer Wahlbeteiligung von 77 Prozent heraus.

Das erhoffte Traumergebnis für Ilse Aigner ist damit ausgeblieben. Zwar hat sich die 48-Jährige überall klar gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt, aber die von ihren Anhängern immer wieder ins Spiel gebrachten 65 + x Prozent hat sie nicht erreicht. Landkreisweit (hier alle Ergebnisse) sind es nach Auszählung aller 19 Stimmbezirke genau 56,81 Prozent. Somit bleibt sie leicht hinter dem Zweitstimmenergebnis der CSU, die auf 57,35 Prozent kommt.

Im Vergleich zu den 43 Prozent von Alexander Radwan aus dem Jahr 2008 ist das ein gutes Ergebnis. Ob Aigner damit zukünftig, wie von vielen erwartet, Fraktionschefin der CSU werden kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Sie selbst gab im Bayerischen Fernsehen gleich nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse die Lorbeeren für den Sieg an den Spitzenkandidaten der CSU weiter. „Das ist in erster Linie ein Verdienst von dem unglaublichen Einsatz an der Spitze von Horst Seehofer.“

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