Jugendbeauftragte für Holzkirchen "ausgewählt"

Aller guten Dinge sind drei

Von Maximilian Liegl

Seit langem sucht der Marktgemeinderat ein Sprachrohr für die Holzkirchner Jugend. Das könnte jetzt gelungen sein: Am Dienstag wurden gleich drei Jugendbeauftrage in ihr Amt berufen. Nachdem frühere Anläufe scheiterten, stellt sich allerdings die Frage: Wird diesmal alles anders?

Der Gemeinderat bekommt künftig Unterstützung in Sachen Jugendarbeit
Der Gemeinderat bekommt künftig Unterstützung in Sachen Jugendarbeit

Eine Stimme für die Jugend forderten die zwei jüngsten Marktgemeinderatsmitglieder Sebastian Franz (25) und Karl Bär (30). Aus diesem Grund startete das Rathaus eine Stellenausschreibung: „Du bist jung, hast deinen Lebensmittelpunkt in der Marktgemeinde Holzkirchen und willst dich ehrenamtlich als Beauftragter für die Belange der Jugendlichen engagieren?“, lautet die Beschreibung.

Dabei wurden die Aufgaben klar definiert. Die Jugendbeauftragten vertreten die Interessen der Jugendlichen im Gemeindegebiet Holzkirchen und sind Ansprechpartner für die Marktgemeinde, wenn es um die Jugend geht. Und natürlich Jugendliche, wenn sie etwas von oder über die Gemeinde wissen wollen.

Dabei bilden sie das Bindeglied zwischen Jugendlichen, den in der Jugendarbeit Tätigen, der Bevölkerung und den Behörden. Die Jugendbeauftragten haben eine beratende Funktion für den Gemeinderat und die Verwaltung. So weit, so gut.

Azubi, Schüler und Studentin: Das sind die drei Neuen

Die Suche nach Bewerbern gestaltete sich dabei aber recht schwierig: „Wir mussten die Frist aus Mangel an Interesse mehrfach verlängern“, so Bürgermeister Olaf von Löwis. Am Ende erhielt die Gemeinde genau drei Bewerbungsschreiben – und drei neue Jugendbeauftrage.

Die „Wahl“ fiel auf den 14-jährigen Schüler Maximilian Röger und den 21-jährigen Auszubildenden Metallblasinstrumentebauer und Oberministrant Max Knopp. Als dritte Kraft wird die 24-jährige Studentin Claudia Nitsch fungieren. Sie war ebenfalls Ministrantin und durfte zudem bereits Erfahrungen in einem Argentinischen Kinderdorf sammeln.

Große Hoffnung – Gemeinderat „stärker dahinter“

Geschäftsführer Robert Haunschild und Sebastian Franz. führten die Bewerbungsgespräche. „Ich konnte selbst nicht dabei sein, aber ich habe Gutes gehört“, so Bürgermeister von Löwis. Lob gab es auch von den verschiedenen Fraktionen. So wurden die Beauftragten einstimmig vom Gemeinderat bestellt.

„Ich habe große Hoffnung dass es funktioniert – diesmal ist der Gemeinderat stärker dahinter“, betonte Bär. Nun sollen sich die Auserwählten in den nächsten Monaten ihre Aufgaben und das weitere Vorgehen überlegen. „Wir möchten jetzt erst einmal mit allen Fraktionen reden“, kündigt Maximilian Röger an.


Unternehmen aus unserer Region

Die neuesten Artikel

Die Redaktion empfiehlt


Aktuelle Jobangebote aus der Region
Tegernseerstimme

Tegernseerstimme