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Neue Planungen für das ehemalige Schulgelände in Großhartpenning

Alles, nur keine Wohnbebauung

Von Alexander Bronisch

Die Ortsdurchfahrt durch Großhartpenning bewegt die Gemüter. Doch es geht um mehr. Zusammen mit der Regulierung des Autoverkehrs soll das Ortszentrum neu gestaltet werden. Ein Diskussionsabend zeigt, dass man eines unbedingt verhindern will.

Das alte Schulgebäude könnte vielen Zwecken dienen - nur den "Preißn" soll es nicht als Wohnungsraum zugute kommen.
Das alte Schulgebäude könnte vielen Zwecken dienen – doch es gibt ein rotes Tuch für die Bürger.

Mitten im Ortskern von Großhartpenning, direkt neben der Kirche und dem Friedhof, steht die ehemalige Volksschule, die derzeit lediglich als Lagerraum genutzt wird. Der Grund umfasst eine Fläche von 2960 qm. Beides, Gebäude und Grund, gehören der Marktgemeinde Holzkirchen.

Nun schlägt die Verwaltung vor, eine neue und bessere Nutzung zu suchen. Jennifer Sura und Doris Hötzendorfer vom Holzkirchner Bauamt haben drei Varianten einer möglichen Umnutzung und Umgestaltung entwickelt und stellten sie den Bürgern vor.

Bürgermeister Olaf von Löwis legte Wert auf die Feststellung, dass es sich nicht um konkrete Planungen handelt. Man solle die Ideen des Bauamtes als Diskussionsgrundlage begreifen, um mit Großhartpenning zusammen ein tragfähiges Modell zu entwickeln.

Das Bauamt hat drei Vorschläge entwickelt

Der erste Entwurf sieht die Umwandlung der Schule in ein Wohngebäude vor. Dahinter könnten Reihenhäuser gebaut werden. Zur B13 hin würden Parkflächen entstehen. Eine zweite Variante plant den Abbruch des Hauses. Ein neues Gebäude näher zur Straße hin soll den Lärm abschirmen, damit dahinter ein ruhiger Raum entstehen kann. Denn dort öffnet sich der Blick in die freie Natur. Mit einer Tiefgarage würde der nötige Parkraum bereitgestellt. Im dritten Vorschlag ersetzen zwei Gebäuden mit einer dazwischen liegenden Fläche für unterschiedliche Nutzungen die alte Schule.

Die Stadtplanerin Manuela Skorka hob die Wertigkeit des Grundstücks und der Lage mitten im Ortskern hervor. Das Spektrum der Nutzungsmöglichkeiten sei breit gefächert: Wohnungen, Geschäfte, Räume für Vereine, Schaffung von Freiflächen als Treffpunkt der Gemeindebürger. Wichtig aber sei es, den tatsächlichen Bedarf der Gemeindebürger und ihre Wünsche und Vorstellungen kennenzulernen. „Welche neuen Nutzungen sind denkbar, welche auf gar keinen Fall“, lautete ihre Frage an das Publikum.

Die Stadtplanerin Manuela Skorka kann sich viele Nutzungsmöglichkeiten vorstellen. / Foto: Bronisch
Die Stadtplanerin Manuela Skorka kann sich viele Nutzungsmöglichkeiten vorstellen. / Foto: Bronisch

Sie musste nicht lange auf Antworten warten. „Es gibt zwei hochwertige Gastronomien, denen man nicht mit Gemeinschaftsräumen Konkurrenz machen sollte“, mahnte ein Teilnehmer.

Aber ein Dorfladen für die lokale Grundversorgung und die SB-Stelle einer Bank wären wünschenswert, lauteten andere Vorschläge. Regen Zuspruch erhielt Skorkas Idee, den Kindergarten dorthin zu verlegen. Am jetzigen Standort spielen die Kinder praktisch direkt an der Straße.

Probleme sah ein Vertreter der örtlichen Feuerwehr, wenn nun die dortigen Parkflächen wegfallen sollten. Schon jetzt sei bei öffentlichen Veranstaltungen zu wenig Parkraum vorhanden.

Parkraum und Jugendtreff sollen erhalten bleiben

Aber es gab durchaus auch Stimmen aus dem Publikum, die für die Erhaltung der jetzigen Situation plädierten. Immerhin dient die Fläche hinter der Schule im Augenblick als Treffpunkt von Jugendlichen, die dort Basketball spielen. Beifall erhielt die Warnung vor einer neuen Wohnbebauung.

Dass sich die „Preißn“, die dann wohl kommen, bald gegen das Glockenläuten wehren, sei so sicher wie das Amen in der Kirche. Wie es tatsächlich weitergeht, blieb offen. Die Bürger konnten sich Kärtchen mitnehmen, um darauf ihre Ideen für die Verwaltung im Rathaus zu notieren.

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