Immobilienpreise durchbrechen 10-Millionen-Grenze
Den Tegernsee gönnt man sich

von Maxi Hartberger

Die Berge, der See, das Klima – am Tegernsee zu wohnen, ist für viele Menschen ein Traum. Immer mehr zieht es deshalb ins Tal. Das macht sich auch bei den Immobilienpreisen bemerkbar. Für ein Feriendomizil zahlen Interessenten dann gut und gerne zehn Millionen Euro. Und die Preise steigen weiter.

Das Tegernseer Tal ist beliebt bei Investoren und Urlaubern.
Das Tegernseer Tal ist beliebt bei Investoren und Urlaubern.

Die Tradition, der Blick auf den See und die Berge sowie die ganzjährigen Sport- und Freizeitmöglichkeiten machen das Tegernseer Tal zu einer der beliebtesten Urlaubsregionen in Bayern. Immer mehr Urlauber leisten sich daher ein Feriendomizil mit Bestlage. Doch das kostet dann schon mal mehrere Millionen Euro.

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Im aktuellen Marktbericht über Ferienimmobilien der Firma Engel und Völkers bestätigt sich der Trend der immer teurer werdenden Immobilien am Tegernsee. Bereits im ersten Halbjahr 2015 stieg der Quadratmeterpreis von Eigentumswohnungen in beliebten Lagen wie dem Leeberg in Tegernsee, Abwinkl in Bad Wiessee und bestimmten Teilen von Rottach-Egern auf 14.000 Euro. Das sind 1.500 Euro mehr als im Vorjahr.

Auch für Ein- und Zweifamilienhäuser zahlen Kunden viel Geld. So kann ein Ferienhaus mit hochwertiger Ausstattung und Seenähe bis zu 10 Millionen Euro kosten. Ein Preis, der aber schon bald wieder überholt sein könnte, wie aus dem Marktbericht hervorgeht:

Aufgrund des Nachfrageüberhangs geht Engel & Völkers am Tegernsee von weiter anziehenden Preisen in allen Lagen und Segmenten aus.

Insgesamt sind die Immobilienpreise im Tegernseer Tal die teuersten in der gesamten Alpenregion. Zwar stiegen auch am Chiemsee und in Garmisch-Partenkirchen die Quadratmeterpreise, doch der Tegernsee bleibt Spitzenreiter.

Christian Diepold, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel und Völkers am Tegernsee, sieht kein Ende: „Sollte die politische wie auch wirtschaftliche Lage unverändert bleiben, werden die Immobilienpreise weiter steigen.“ Außerdem sei der Platz im Tal begrenzt, was einen zusätzlichen Anstieg verursache. „Wir können ja nicht die umliegenden Berge bebauen“, so Diepold weiter.

Markt wird internationaler

Dabei seien die Ferienhauskäufer ein gemischtes Publikum. Laut Marktbericht sind Urlaubsdomizile in der Alpenregion aufgrund der Nähe besonders bei Bayern, Baden-Württembergern sowie Rheinländern beliebt. Doch aufgrund der Naturlandschaft kommen auch immer mehr Norddeutsche an die Alpen. Auch internationale Käufer sind aktiv:

10 bis 15 Prozent der Ferienhausbesitzer kommen aus dem Ausland, meist aus dem europäischen Raum und Russland.

Bei den Käufern seien laut Diepold „natürlich Seenähe oder Seeblick sowie eine ruhige Lage nahe des Ortszentrums“ wichtig. Es seien ganz unterschiedliche Interessenten, aber tendenziell Ferienhausbesitzer ab 60 Jahren. „Doch die bringen zum Urlaub am Tegernsee dann ihre Kinder und sogar Enkelkinder mit.“

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