Appell im Sinne des Miteinanders: Langlaufloipen für Fußgänger und Hunde gesperrt

Von Partner News

Verbotsschilder hängen gut sichtbar an den Zustiegen der Langlaufloipen. Aber noch immer hält das viele Fußgänger mit ihren Vierbeinern nicht davon ab, die Loipen als Wanderwege zu missbrauchen. Dabei ist es eine Frage des Respekts und der Wertschätzung – gegenüber den Loipenfahrern, den Landwirten und den Kommunen.

Tegernsee, 28.01.2021. Der Schnee ist endlich da, Langlaufen als Einzelsportart zur Freude vieler während der Corona-Pandemie gestattet. Aktuell werden die Loipen im Tegernseer Tal mit hohem Arbeitsaufwand gespurt und gepflegt. Bis zu zehn Stunden sind die Loipenfahrer täglich je nach Streckenlänge und Schneesituation unterwegs. Für die Gemeinden rund um den Tegernsee stellt dieses Wintersportangebot einen hohen finanziellen Aufwand dar, den die Langlaufbegeisterten zu schätzen wissen.
Doch die Freude der Wintersportler wie der Verantwortlichen in den Kommunen ist getrübt, ein Umstand sorgt für Ärger: Fußgänger und Hundebesitzer sind trotz Verbotsschildern unterwegs, zertrampeln die frisch gespurten Loipen und die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner verunreinigen den Schnee. Was daran am wenigsten nachvollziehbar ist: Es gibt im ganzen Tegernseer Tal bestens ausgewiesene Winterwanderwege, die von den Gemeinden ebenfalls gepflegt werden. „Man sollte den Loipenfahrern den gebührenden Respekt und die Wertschätzung für ihre sehr gewissenhafte Arbeit entgegenbringen und sich an die Verhaltensregeln halten“, sagt Christine Miller, Projektleiterin für Aktiv-Themen bei der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT). Sie weist darauf hin, dass die Benutzung der durch Verordnung ausgewiesenen Loipen durch Fußgänger oder mit Tieren als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße belegt werden kann. Die Loipen seien derzeit von Fußgängern oftmals derart zertreten, dass die Loipenfahrer, obwohl schon frisch gespurt ist, die Strecken noch einmal abfahren müssten. Die tiefen Fußstapfen und der Hundekot auf den Strecken sind an sich schon Ärgernis und Gefahrenquelle. An unübersichtlichen Stellen und Abfahrten kann es darüber hinaus zu gefährlichen Zusammenstößen kommen. Im Frühjahr wird der Hundekot zusätzlich zur Sorge der Landwirte, deren Weidevieh bei der Nahrungsaufnahme an den Ausscheidungen der Vierbeiner schwer erkranken kann. Daher appelliert die TTT gemeinsam mit den Gemeinden im Tegernseer Tal an das Verantwortungsbewusstsein der Fußgänger und Hundebesitzer, die Wanderwege zu nutzen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner mitzunehmen und keine Loipenflächen zu schädigen.
Auch Johanna Ecker-Schotte, Vorsitzende vom Tierschutzverein Tegernseer Tal e.V., hat eine klare Botschaft an die Hundehalter: „Es ist ein Gebot der Höflichkeit, fremde Flächen so zu verlassen, wie sie vorgefunden werden.“ Wer die Loipen einmal auf Skiern austesten möchte, hat die Möglichkeit, die Angebote der Langlaufschulen und Verleihstationen im Tal nutzen.

Pressekontakt: Ines Wagner, Tegernseer Tal Tourismus GmbH, Hauptstraße 2, 83684 Tegernsee Tel. 08022 9273815, presseservice@tegernsee.com


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