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Kirchweih am Tegernsee

Auf zum Kirtahutschn und Ganserl-Essen

Von Maxi Hartberger - Nina Häußinger

Kirchweih oder Kirta, wie wie man das Fest bei uns bezeichnet, ist vor allem eines: immer eine Mordsgaudi. Früher eine Art ausgelassenes Gelage, ging “a gscheida Kirta bis zum Irda“ – also bis zum Dienstag. Woher der Brauch zu Kirchweih kommt und was im Tal geboten wird, erfahrt ihr hier.

Kirtahutschn, Antnessen, Steckäplattln – an Kirchweih werden Traditionen im Tal zelebriert.

Am dritten Sonntag im Oktober feiert man in Oberbayern Kirchweih – bei uns auch Kirta genannt. Früher hieß es immer “a gscheida Kirta dauert bis zum Irda” – was übersetzt so viel heißt wie, eine richtige Kirta dauert bis zum Dienstag. Heute wird nur noch Sonntag und Montag gefeiert.

Einst war die Kirchweih auch eher ein Ausgleich – für die Schinderei und Plackerei des ganzen Jahres. Mussten die Menschen sonst sparen, wurde an diesem Tag aufgetischt. Als traditionelles Essen am Kirchweih-Sonntag gilt der Gänse- oder Entenbraten, der meist zusammen mit Kartoffelknödel und Blaukraut serviert wird. Nicht fehlen darf natürlich Bier und Volksmusik.

Das ursprünglich heidnische Fruchtbarkeits- und Erntedankfest wurde später von der Kirche angenommen und mit einem neuen Sinn versehen. Im Mittelalter wurde Kirchweih als religiöses Fest anlässlich der Weihe einer christlichen Kirche gefeiert. Sichtbares Symbol ist hierfür die rot-weiße Fahne, die so genannte Zachäus-Fahne, die an diesem Tag von den Kirchtürmen flattert.

Auch zahlreiche Vereine und Gastronomen rund um den See laden eigens zu diesem Anlass zum Feiern und Gänsebraten- oder Enten-Essen ein. Hier ein kleiner Überblick über die diversen Veranstaltungen.

Jahrtag des Trachtenvereins “D´Leonhardstoana”

Seit 1985 hält der Trachtenverein “D´Leonhardstoana” am Kirchweih-Sonntag seinen Jahrtag ab. Die Mitglieder des Vereins treffen sich am Leonhardstoanahof in ihrer Festtracht; von hier geht der Kirchenzug mit Blasmusik hinauf auf den Kirchbichl zur Kirche. Im Anschluss an den Gottesdienst wird am Kriegerdenkmal ein Kranz zum Gedenken an die gefallenen und verstorbenen Mitglieder niedergelegt. Anschließend führt der Festzug zurück zum Hof – zum Essen, Trinken, Musizieren und Tanzen.

D’Wallberger laden zum Kirtahutschn

Fehlen darf natürlich auch nicht das Kirtahutschn – unsere bayerische Schaukel. Sie besteht aus einem 3 bis 5 Meter langen, starken Brett, das an zwei Ketten am Tennenbalken eingehängt wird. Ein Vergnügen, an dem sich einst Jung und Alt begeistern konnten, heute gibt es sie nur mehr vereinzelt. So wie beispielsweise bei den Wallbergern. Los geht’s am Sonntag, 20.10., ab 14 Uhr in der Wallbergerhütte in Enterrottach. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

Steckäplattl-Turnier auf dem Housn Hof

Am Montag, den 21. Oktober, findet das traditionelle Steckäplattl Turnier des Clubs Tegernsee auf dem Housn Hof in Rottach-Egern statt. Ab 11:00 Uhr schaukelt dann auch die Kirtshutschn für die Kinder. Das Turnier beginnt um 13:00 Uhr und wie immer sind Zuschauer herzlich willkommen. Für Essen und Getränke ist ausreichend gesorgt. Die Argeter Buam sorgen heuer für die musikalische Untermalung.

Kirchweihmusik auf der Wildbachhütte

Ein besonderes „Schmankerl“ ist auch die Kirchweihmusik auf der Wildbachhütte in Rottach-Egern mit der “Oberland Wirtshausmusi“. Los geht es dort am Montag ab 12:00 Uhr. Dazu gibt’s natürlich ein großes Enten und Gänseessen. Reservierung wird empfohlen. Wer allerdings am Kirchweihmontag keinen Platz mehr erwischt, der hat vielleicht an einem anderen Tag Glück – denn das Enten- und Gänseessen wird bereits am Samstag und Sonntag angeboten (19./20.).

Bergmesse auf 1.266 Meter

Wer es etwas gemütlicher und besinnlicher will, der ist am Montag auf der Aueralm genau richtig. Dort lädt die katholische Kirche St. Anton am 21.10. ab 11:00 Uhr zu einer Bergmesse ein. Musikalisch begleitet wird sie von der Wiesseer Blasmusik. Danach geht’s zum Essen und Ratschen in die Aueralm.


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