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Zur Bergmesse an der Neureuth-Kapelle

Aufgschindelt und aufgfrischt

Das Kirchlein über dem Tegernsee erstrahlt in neuem Glanz. Die abgeschlossene Renovierung wird am kommenden Sonntag mit einer Bergmesse und viel Musik gefeiert.

Die abgeschlossene Renovierung der Neureuth-Kapelle wird am kommenden Sonntag gefeiert. / Foto: K. Wiendl

Nach über 40 Jahren war an der Kapelle neben dem Berggasthaus Neureuth einiges zu erneuern. Auf über 1.200 Metern Höhe gelegen, ist das kleine Gotteshaus teils extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. „Der Zahn der Zeit nagte vor allem am Dach, das dringend erneuert werden musste. Die zum Teil verfaulten Zedernholzschindeln aus Kanada wurden durch heimische Lärchenschindeln ersetzt“, sagt Neureuth-Wirt Thomas Gigl. Er kümmert sich um die Renovierung.

Aufs Dach stieg wieder – wie damals bei der Erbauung 1976 noch als Lehrling – der Tegernseer Zimmerer Meinrad Weber. Er sagt, dass vor allem nahestehende Fichten mit ihren Ästen die Schindeln aufgerieben haben. „Als Hilfe, sozusagen Lehrling auf Zeit, hat Weber zeitweise Heidi Kiening unterstützt“, so Gigl. „Sie ist die Tochter des verstorbenen ehemaligen Neureuth-Wirts und Mitinitiators der Kapelle, Franz Kiening“.

Renovierung mit Spenden finanziert

Innen und außen wurde der Putz saniert und komplett neu gestrichen. „Maler Pritzl aus Bayrischzell hat die Überarbeitung der Lüftlmalerei übernommen“, berichtet Wirt Gigl. Trotz des „großzügigen Entgegenkommens der Handwerker“ beziffert Gigl die Sanierungskosten auf ungefähr 12.000 Euro, die durch Spenden und „Rücklagen bei der Stadt Tegernsee“ aufgebracht worden seien.

Zum Vergleich nennt Gigl die Teuerungsrate. Vor 40 Jahren hätten die Gesamtkosten für den Neubau noch 35.000 Mark betragen. Die Kapelle entstand 90 Jahre nach der Grundsteinlegung für das Neureuth-Haus. Zuvor standen dort ein Kreuz und später eine Tafel mit den Namen der Gefallenen aus beiden Weltkriegen.

Sonntag um 11 Uhr

Nach den letzten Feinarbeiten „freut“ sich Gigl nun am Sonntag auf die Bergmesse. Sie findet um 11 Uhr statt. Zu einer Zeit, wo im Tal wegen des Tegernseelaufs Tausende auf den Beinen sein werden. Dafür geht es 500 Meter höher besinnlicher zu. Die Messe wird Monsignore Pfarrer Walter Waldschütz zelebrieren, unterstützt wie im Vorjahr vom Ministranten und Bürgermeister Johannes Hagn, hofft Gigl.

Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst vom Irschenberger Doppelquartett und dem Waller Bläserquartett. Danach soll es etwas bierseliger werden. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Dieser bekannte Wahlspruch Erich Kästners könnte auch auf Gigl gemünzt sein.


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