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Tegernsee unter Strom

Während deutsche Autokonzerne das Schnellladenetz mit E-Tankstellen an den Autobahnen zügig ausbauen wollen, führt diese Technologie im Tegernseer Tal noch ein Schattendasein. Das könnte sich bald ändern.

Die Stromtankstelle auf dem Rottacher Parkplatz ist eine von lediglich zwei Ladestationen im Tal.
Die Stromtankstelle auf dem Rottacher Parkplatz ist eine von lediglich zwei Ladestationen im Tal.

Eine Anfrage von Bernhard Mayer (CSU) im Stadtrat brachte etwas Licht in das Dunkel. Während anderswo Bewegung in das Thema Elektromobilität komme, „wie steht es bei uns in Tegernsee um Ladestationen? Man könnte im Zentrum von Tegernsee eine Ladestation auch touristisch gut verkaufen“, argumentierte Mayer.

Bislang gibt es im Tal nur zwei Stromtankstellen, so Florian Appel vom E-Werk auf Anfrage. Eine stehe seit 2011 auf dem Hauptparkplatz von Rottach-Egern, eine weitere existiere seit kurzem bei der Naturkäserei in Kreuth. Beide hätten zwar Schnellladefunktionen, doch ganz so schnell seien sie trotz Aufrüstung noch nicht.

Die Ladeleistung reiche wohl kaum für eine Schnellladung unter 20 – 30 Minuten. „Im Hintergrund gibt es aber schon Aktivitäten“, doch die wolle er noch nicht an die große Glocke hängen, erklärt Appel. Für mehr Aufklärung sorgte Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) am Ratstisch:

In absehbarer Zeit wird die Stadt die Parkplätze vor der Seesauna neu regeln. Im Zuge dessen, so unsere Planung, sollen dort zwei Stellplätze, die dort bisher von Rettungsfahrzeugen der DLRG genutzt werden, ausschließlich für Elektrofahrzeuge geschaffen werden.

Man könne sich laut Bürgermeister vorstellen, dass Besucher der Seesauna mit Elektrofahrzeugen dann auch einen vergünstigten Eintritt bekommen.

Schnellladen in Tegernsee?

Auch am Bahnhof wolle man sich umsehen. Dort kann sich Hagn ebenfalls eine Elektrotankstelle vorstellen, „nachdem die an der Point erst noch im Bau ist“. Die Testphase aber soll nach Informationen der Tegernseer Stimme noch Ende des Jahres beginnen. Im Zentrum biete sich das Horn-Grundstück für eine E-Zapfsäule an, so Hagn.  Zunächst müsse aber geprüft werden, wie und ob die nötige Infrastruktur geschaffen werden kann.

Das bisher recht dünne Ladenetz gilt neben der geringen Reichweite und dem vergleichsweise hohen Kaufpreis als größtes Hemmnis für einen Durchbruch von Elektroautos in Deutschland.

Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nimmt die Zahl der Ladepunkte aber zu. Insgesamt waren Ende Juni bundesweit 6517 einzelne Ladepunkte für E-Autos installiert. Zumindest an den Autobahnen könnte es nun zügig vorangehen – vielleicht auch bald in Tegernsee. Hagn jedenfalls ist optimistisch: “Es tut sich was”.


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