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Bayerischer Hof

Wiessee mit Bedenken zu geplantem Umbau

Von Christopher Horn

Der Bayerische Hof an der Münchner Straße 10 ist ein altes Haus. Zirka 1935 ist der Bau damals genehmigt worden. Eine angedachte Nutzungsänderung des Eigentümers sieht nun im dritten Obergeschoss drei Ferienwohnungen, einen Lift und die Umgestaltung des Eingangsbereichs vor.

Auch sollen fünf Parkplätze auf Höhe der Straße entstehen. Die eingereichten Pläne stießen jedoch auf einige Vorbehalte im Bauausschuss.

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Einklang mit dem Ortsbild als zwingende Voraussetzung

Für die drei Wohnungen hat der Antragsteller zwei Zwerggiebel vorgesehen, die dem Bauausschuss deutlich zu groß sind. Laut eingereichten Plänen wären diese 3,5 Meter hoch und 4,5 Meter breit. Eine Genehmigung werde man nur erteilen, wenn die Umgestaltung des 1935 errichteten Hauses auch im Einklang mit dem Ortsbild erfolgt, lautete die einhellige Meinung des Gremiums.

Der Bayerische Hof in Bad Wiessee soll umgebaut werden.

Der Bauherr hat jedoch die Möglichkeit neue Pläne einzureichen und somit die Bedenken des Ausschusses zu berücksichtigen.

Lift, Dachgiebel und Parkplatzsituation umstritten

Auch dem Bau eines Liftes wollte die Gemeinde nicht vorbehaltlos zustimmen. Der Lift soll Gäste, Kunden und Bewohner des Hauses bis in den obersten Stock befördern. Der Liftüberbau ragt den Gemeinderäten jedoch mit 1,5 Metern zu weit aus dem Dach heraus. „Gibt es hier nicht mittlerweile technische Möglichkeiten Lifte ohne Überstand zu bauen“, frage Karl Sauer (CSU). Dies gilt es noch zu klaren. In jedem Fall soll der Überstand so weit wie möglich reduziert werden.

Anschließend ging es noch um die Parkplätze. Hier gab es erneut Diskussionsbedarf um die Frage wie viele Stellplätze der Bayerische Hof ohnehin haben beziehungsweise nachweisen müsste. “Pläne dazu gibt es im Wiesseer Bauamt nicht“, sagt Baumtsleiter Helmut Köckeis. „Wenn im Obergeschoss drei Ferienwohnungen angedacht sind, müssen von den fünf geplanten Parkplätzen auch drei für Anwohner frei gehalten werden“, so Klaudia Martini. Josef Brenner meint: „Die dienen sicher alle dem Möbelgeschäft als Kundenparkplätze.“

Nur wenn die Parkplatzsituation genauer geregelt ist, will man der Nutzungsänderung zustimmen. Dafür hat der Bauausschuss mit sechs zu null Stimmen votiert. Die Entscheidung liegt aber letztlich in den Händen des Landratsamtes Miesbach. Dort will man denn Fall innerhalb der nächsten drei Monate klären, sagt Köckeis und zeigt sich durchaus optimistisch: “Da sich im obersten Stockwerk des alten Hotels früher Personalwohnungen befunden haben, ist ein Votum zu Gunsten der Nutzungsänderung durchaus vorstellbar.” Zumindest dem Bau der angedachten fünf Parkplätze stünde dann nichts mehr im Wege.

Umgestaltung des Eingangsbereichs problemlos

Bezüglich der geplanten Umgestaltung des Eingangsbereichs sah die Gemeinde keinerlei Bedenken. Dieser soll zu Gunsten eines komplett neuen, behindertengerechten Eingangsbereichs ersetzt werden. Auch eine komplette Verglasung und ein integrierter Wintergarten sind vorgesehen.

Ob es den Planern letztlich gelingt, die Bedenken der Gemeinde Bad Wiessee auszuräumen, bleibt abzuwarten. Erst dann steht der Umgestaltung des Bayerischen Hofes in Bad Wiessee nichts mehr entgegen.

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