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Eine Polemik

Bad Wiessee – Mia gengan Schlagloch

Von Martin Calsow

Die Fähigkeit kommunaler Arbeit zeigt sich auch in den kleinen Dingen einer Gemeinde. Ein funktionierender Winterdienst, eine Verwaltung, die für die Bürgerinnen und Bürger arbeitet und nicht umgekehrt sowie ein Bürgermeister, der tatkräftig und schnell Missstände beseitigt. In Wiessee läuft das derzeit nicht ganz reibungslos.

Nur eines von vielen Schlaglöchern in Wiessee in diesem Frühjahr.

Eine Polemik von Martin Calsow:

Es ist meist nicht so viel, was die Bewohner zufrieden werden lässt. Es ist meist aber auch nicht viel, was sie verärgert. Häufig nimmt man es hin, schüttelt den Kopf über Bürokratie und Schlendrian. Wenn aber Kommunalpolitiker lieber das große Ganze sehen wollen und den Dreck und die Schlaglöcher vor den eigenen Füßen dabei übersehen, kann man schon gallig werden.

Das Tal hat eine ungewöhnlich milde Winterzeit hinter sich. Es dürfte wenig Winterdienst erfolgt sein, die Straßen wurden kaum durch Frost und Schneeräumung angegriffen. Dennoch liegt der Rollsplitt auf den Straßen, als ob morgen noch eine dramatische Kaltfront ins Tal fegen wird. Da werden über Wochen große Schlaglöcher nicht geschlossen, im Herbst aufgerissene und provisorisch zugeschüttete Gräben, die quer über Wiesseer Straßen verlaufen, nicht aufgefüllt und asphaltiert. Dergestalt erinnert das Gesamtbild Bad Wiessees eher an sozialistische Tristesse denn an einen modernen Kurort.

Woran liegt es? Etwa daran, das sich die Verwaltung und auch der Bürgermeister umfänglich mit Millionenverkäufen von Gemeindegrundstücken beschäftigt, weil es knapp wird in der Kasse? Oder weil der Stararchitekt bespielt werden will? Oder weil Löcher in der Straße auch irgendwie so Kleinzeug sind? Oder verliert man das Maß für das Schlagloch, wenn man mit Millionen jongliert? Wer je an einem Freitagmittag um 13.42 Uhr bei den Verantwortlichen für Bau und Straßenfragen in Bad Wiessee angerufen hat, wird nur eines gehört haben: Das Freizeichen! Klar, ist ja Freitag, keine Öffnungszeit – und draußen scheint die Sonne…

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