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Wiessee soll neu erstrahlen

Eigentlich sollte das Beleuchtungskonzept in geheimer Sitzung behandelt werden. Doch die CSU brachte es ans Licht. So erfährt der Bürger nun, wie der Wiesseer Lindenplatz illuminiert werden soll.

So könnte der fertige Lindenplatz nächstes Jahr aussehen / Plan: Büro von Angerer
So könnte der fertige Lindenplatz nächstes Jahr aussehen / Plan: Büro von Angerer

„Dieses Thema werde einige Diskussionen hervorrufen, deshalb ist es wichtig, die Bevölkerung dabei mitzunehmen“, begründete Florian Sareiter (CSU) den Vorstoß seiner Fraktion, das Beleuchtungskonzept, das jeden im Ort angehe, aus dem nicht-öffentlichen Teil der Sitzung im öffentlichen Teil des Gemeinderates zu behandeln.

Es war dann gestern Abend auch kein Staatsgeheimnis, das Ortsplaner Eberhard von Angerer verkündete. Es ging schlicht nur um die Aufstellung und Platzierung bestimmter Leuchten am neugestalteten Lindenplatz. „Der Beleuchtungsplan ist auch mit dem E-Werk Tegernsee abgestimmt“, versicherte Angerer. Nun werde es auch auf der Westseite des Platzes eine durchgehende Leuchtenreihe am Gehweg geben. Zudem sollen auch Bäume von unten angestrahlt und der Brunnen illuminiert werden.

Dessen Steg mit Bänken soll durch das Wasser mit einem LED-Lichtband erleuchtet werden. Damit will Angerer den ganzen Bereich, der bisher unterbelichtet war, heller erstrahlen lassen. Auch der Wünschelrutengänger bekomme einen Spot.

Keine „Startbahn“ in der Ortsmitte

Sareiters Sorge war, dass der Lindenplatz einer „Flughafen-Startbahn“ ähnlich ausgeleuchtet werde. Ob denn nicht die eine oder andere Leuchte durch Pollerleuchten ersetzt werden könnte, stellte er zur Diskussion. Indirekte Beleuchtung würde vielleicht eine andere Atmosphäre schaffen. „Die Vorgabe ist“, erwiderte Angerer, „dass sowohl die Straße als auch die Gehwege gut sichtbar sind“.

Hier sollte man nicht zu sparsam sein, habe das E-Werk geraten. Der rückwärtige Bereich dagegen werde weniger bestrahlt. „Man weiß vorher nie, wie es dann genau ausschaut“, so Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) darauf.

Aber jetzt etwas nicht zu machen, was uns dann später an Leuchten fehlt, wäre nicht gut. Lieber drehen wir dann eine Birne raus, wenn es uns dann irgendwo zu hell ist.

Ein anderes Thema war für Sareiter die Verengung der Freihausstraße. Größte Bedenken hätten ihm gegenüber Fuhrunternehmer geäußert, ihnen erscheine der Radius bei der Einmündung in den Lindenplatz zu eng. Richtig sei, erwiderte Angerer, dass der Einmündungsbereich von neun auf sechs Meter reduziert wurde. Für Höß sind das die gleichen Unternehmer, die sich auch über die Verkehrsinsel an der Koglkopfstraße aufgeregt hätten.

Ich habe noch nie eine Blume zusammengefahren gesehen. Wir wollen den Ort schöner machen, deshalb brauchen wir auch schmälere Straßen.

Diese Planungen seien mit dem Straßenbauamt aber abgestimmt, sprang Angerer Höß bei. Trotzdem aber werde ein Fahrversuch stattfinden, um Gewissheit zu haben. „Wir gehen aber davon aus, dass das so funktioniert, wie wir es konzipiert haben“, sagte Angerer.

Vielleicht war es gut, dass die CSU Öffentlichkeit herstellte. Vieles hätte sonst im Verborgenen stattgefunden. Schließlich geht es auch um die Steuergelder der Bürger. Dies könnten sich auch die anderen Parteien im Gemeinderat auf die Fahnen schreiben, könnte man kritisch als Chronist der Sitzung anmerken.


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