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Miesbach: Schädlingsbekämpfung in luftiger Höhe

Baumkletterer auf der Jagd nach Käfern

Von Simon Haslauer

Der Asiatische Laubholzbockkäfer lässt Miesbach nicht los. Seit zwei Jahren schlägt sich die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft mit dem Schädling herum. Nachdem sie 2019 Hunde einsetzten, schicken sie nun Menschen in die Bäume.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer. / Quelle: LfL

Seit fast genau zwei Jahren sucht der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) die örtlichen Bäume heim. Im August 2019 spürte die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) den lästigen Käfer noch mit eigenen Hunden auf – jetzt schickt die LfL Baumkletterer in die Kronen der befallenen Bäume.

Das LfL erklärt: “Seit Ende Juli sind im Miesbacher Befallsgebiet des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) Baumkletterer unterwegs. Sie untersuchen im Auftrag der LfL die Kronen der Bäume auf Befallsmerkmale des ALB.”

Dieses “Kronenmonitoring” findet in der von der LfL festgelegten “Fokuszone” statt – eine Zone von einem Umkreis von etwa 500 Metern um die ursprünglich befallenen Bäume. Zusätzlich werden auch Lockstofffallen, Fangbäume und Bodenmonitoring eingesetzt.

Bis Ende Oktober in den Baumkronen

Das Kronen- sowie das Bodenmonitoring wird dabei jedoch nicht von der LfL direkt durchgeführt. Mitarbeiter von externen Firmen sollen sich darum kümmern. Betroffen sei laut LfL der Bereich vom Harzberg bis zur Eishalle und vom Wertstoffhof bis zur Berufsschule an der Münchner Straße. Die Kletterei soll dabei noch bis Ende Oktober dauern.

Außerdem wurden rund 70 Lockstofffallen seit Mitte Juni im Bereich der Fokuszone aufgehängt. Seitens LfL heißt es:

Sie enthalten unter anderem Duftstoffe männlicher ALB-Käfer, sodass sie die Käferweibchen anlocken.

Eine Bekämpfung des ALB sei durch dies Fallen jedoch nicht möglich – sie unterstützen nur die Monitoringmaßnahmen. Bis zum Herbst sollen auch die 30 Fangbäume stehen bleiben. Die sollen verhindern, dass der Käfer über das Gebiet auf bisher nicht befallene Bäume übergeht.


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