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Beschwerden und Verwirrung um Konzession

Beachbar-Start mit Hindernissen

Am Wochenende war sie wieder geöffnet, die Strandbar Leda & Schwan im Garten des ehemaligen Hotel Lederer an der Wiesseer Promenade. Doch bereits am ersten Tag gab es Beschwerden und Verwirrung um die Genehmigung.

Zur Eröffnung am Freitag tummelten sich die Gäste an der Strandbar Leda & Schwan.

Es ist der zweite Sommer voller Beachfeeling in Bad Wiessee. Mit ihrem Konzept einer Strandbar direkt am Seeufer hatten die drei Freunde Katharina Reisberger, Maximilian Rampf und Dominikus Eham im vergangenen Jahr einen Volltreffer gelandet.

Trotzdem war lange nicht klar war, ob das „Experiment“ Leda & Schwan fortgesetzt wird. Am Freitag war es dann aber soweit. Zum letzten Mal, bevor das ehemalige Hotel Lederer für ein geplantes Luxushotel abgerissen werden soll, starteten die drei Freunde in ihre Beachbar-Saison.

Widersprüchliche Aussagen zur Konzession

Doch kaum neigte sich der erste Tag dem Ende zu, beschwerten sich einige Nachbarn bei der Polizei über den Lärm. Man würde sich nicht an die vereinbarten Ruhezeiten halten und die Musik sei auch viel zu laut.

Eine Streife fuhr daraufhin um kurz vor Mitternacht an den Ort des Geschehens und kontrollierte die Konzession der Betreiber, wie die Tegernseer Stimme auf Nachfrage hin erfahren hat. Weil laut dem verantwortlichen Beamten eine Genehmigung bis 1 Uhr vorgelegen habe, sei man wieder gefahren.

Auf Nachfrage bei der Gemeinde teilt der „noch amtierende“ Geschäftsleiter Michael Herrmann dagegen mit, dass die Betreiber „erst in der vergangenen Woche“ einen Antrag auf Verlängerung der Konzession gestellt hätten. Offiziell bestehe die Konzession bis 22 Uhr. Der Antrag sei aber noch nicht behandelt worden. Die Betreiber können zu der Konzessions-Frage keine echte Auskunft geben.

Tolles Wetter und gute Stimmung am Seeufer von Bad Wiessee.

Sowohl Polizei als auch Anwohner und Gemeinde gehen demnach von unterschiedlichen Konzessionszeiten aus. Solange aber keine Einigkeit darüber herrscht. bleibt das Kernproblem vorerst bestehen: Bis wann darf an der Seepromenade Musik gespielt werden? Und wie laut darf sie sein?

Die Wiesseer Anwohner, die sich beschwert hatten, drohen schon jetzt wieder damit, das nächste Wochenende erneut die Polizei zu rufen, sollte um 23 Uhr nicht Schluss sein. Und die Gemeinde steht zwischen den Stühlen. Man werde, so Herrmann, auf jeden Fall versuchen einen Mittelweg zu finden zwischen den Interessen der Anwohner und den jungen Betreibern, die Wiessee mit ihrem „tollen Angebot vor Ort“ bereichern.

Dass jemand über die Stränge schlägt, wolle man aber trotzdem nicht, erklärt Bürgermeister Peter Höß, dem die Beschwerden ebenfalls zu Ohren gekommen sind.


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