Betonpoller als Schutz vor Anschlag

Ein Sicherheitsgespräch mit der Holzkirchner Polizei hat sichtbare Konsequenzen. Die Zufahrten zum Frühlingsfest werden mit „Wellenbrechern“ aus Beton gesichert. Potentielle Attentäter sollen, anders als in Berlin, kein leichtes Spiel haben.

Zwei “Wellenbrecher” sichern die Zufahrt zum Frühlingsfest Richtung Herdergarten. / Foto: Marktgemeinde Holzkirchen

„Man muss das sehr ernst nehmen“, war die Einschätzung von Bürgermeister Olaf von Löwis auf der gestrigen Sitzung des Marktgemeinderats. Die Holzkirchner Polizei hatte dringend dazu geraten, die Zufahrten zum Frühlingsfest besonders zu sichern. Der Hintergrund für diese Empfehlung ist aber keine akute und konkrete Gefahrenwarnung. Es handelt sich um eine vorbeugende Maßnahme.

Ein Fall für die interkommunale Zusammenarbeit

Dafür mussten Betonpoller, sogenannte „Wellenbrecher“ angeschafft werden. „Das ist ein Fall für die interkommunale Zusammenarbeit“, dachte sich Olaf von Löwis und brachte das Thema auf der letzten Bürgermeisterdienstbesprechung zur Sprache. „Alle waren bereit, sich an den Kosten für diese Barrieren zu beteiligen“, konnte der Rathauschef den Gemeinderäten berichten. Angedacht war eine Gemeinschaftsaktion. Aber die anderen Gemeinden haben Probleme mit der Lagerung.

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Weil die Sache eilte, wurde die Marktgemeinde zunächst selbst aktiv und hat 20 Stück erworben. Ein Element wiegt rund zwei Tonnen. Jeweils zwei Barrieren werden versetzt in einem Abstand von 20 Metern aufgestellt. Das soll Kraftfahrzeuge wie z. B. LKWs daran hindern, mit großer Geschwindigkeit und Wucht auf das Festgelände zu gelangen und dort Menschen zu gefährden, zu verletzen oder gar zu töten. Potentielle Attentäter müssen abbremsen.

Das Sicherheitspersonal hat dann Gelegenheit, einzugreifen. Dennoch ist es den Sicherheitskräften von Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdiensten möglich, zeitnah zu einem Einsatzort auf dem Gelände zu gelangen. Sie fahren dann in Schlangenlinien um die Hindernisse herum. Auch für die Schausteller entstehen keine Beeinträchtigungen.

Keine Beteiligung an den Kosten durch die Vereine

Aktuell sind zwei Wellenbrecher am Herdergarten in der Nähe der Frühlingsstraße, auf Höhe der Agentur für Arbeit, positioniert. Zwei weitere Begrenzungen sind zwischen dem Marktplatz und dem Herdergarten aufgestellt.

Im Bedarfsfall werden die Wellenbrecher dann an die Gemeinden im Landkreis ausgeliehen. Auf welche Weise diese sich dann an den Kosten beteiligen, ist noch nicht ausgehandelt. Eine Beteiligung der Vereine kommt nicht in Frage. „Sicherheit ist Aufgabe der Gemeinden“, lautete das Statement des Bürgermeisters. Doch ist sich Olaf von Löwis sicher, dass er mit seinen Bürgermeisterkollegen eine einvernehmliche Lösung in dieser wichtigen Sicherheitsfrage finden wird.

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