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Gmunder Bogenschützen brauchen neue Hütte

Der alte Bauwagen macht‘s nicht mehr

Was viele nicht wissen: Die Bogenschützen sind auf dem Sportplatz in Finsterwald aktiv. Was noch weniger wissen: Ihre Utensilien hatten sie bisher in einem alten Bauwagen untergebracht. Was man jetzt weiß: Sie brauchen eine neue Hütte.

Die Bogenschützen trainieren auf dem Sportplatz Finsterwald (rechts), direkt neben der Gmunder Realschule.

Fragt man auf der Straße in Gmund nach, wo denn die Bogenschützen trainieren, erntet man entweder nur fragende Gesichter oder ein Schulterzucken. „Bogenschießen? Keine Ahnung.“ Dass die Sportfreunde Gmund-Dürnbach auf dem Sportplatz in Finsterwald ihrem Hobby nachgehen, ist vielen überhaupt nicht bekannt.

Mit Pfeil und Bogen und einer ausgesprochenen Präzision stehen die Schützen bei ihrem Training auf der Wiese des Sportplatzes neben der Gmunder Realschule und versuchen, aus etwa 70 bis 90 Meter Entfernung eine Zielscheibe zu treffen. Bislang hatten die Schützen ihre Utensilien dort auf dem Platz in einem alten Bauwagen untergebracht.

Statt altem Bauwagen eine neue Hütte

Dem jüngsten Ortsplanungsausschuss lag nun eine Anfrage vor, auf dem Platz eine Hütte samt Zielscheibe errichten zu dürfen. Darin sollen die für den Bogensport benötigten Sachen – unter anderem auch die Zielscheibe – künftig verstaut werden. Die Schützen selbst wollen dort bei schlechtem Wetter Unterschlupf finden, wie Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) mitteilte.

Verschiedene Standorte seien dafür „angepeilt worden“. Der erste Standort – in der Nähe der bisherigen Bauhütte – sei nicht möglich, so von Preysing, da sich dort die Ausgleichsfläche der Realschule befände. Den zweiten Standort hätte man in Richtung Dürnbach, also nach Norden, vorgesehen.

Damit würden die Bogenschützen auch in Richtung Norden schießen. „Das würde sich dann auch nicht mit den Fußballern beißen“, sagte von Preysing, da diese zu andere Zeiten auf dem Feld spielen würden. Franz von Preysing (CSU) hakte nach, ob man denn die 20 Quadratmeter große Ausgleichsfläche der Realschule nicht woanders hinmachen könnte, um den ersten Standort beizubehalten.

Standortfrage geklärt

Bauamtsleiterin Christine Wild erklärte, dies würde bedeuten, an anderer Stelle eine viel größere Ausgleichsfläche schaffen zu müssen. „Statt 20 Quadratmetern müssten dann 30 oder 40 Quadratmeter ausgewiesen werden.“ Der Bürgermeister verwies auf das Thema „Flächenfraß“. „Für eine Fläche, die wir wegnehmen, müssen wir die doppelte Fläche ausgleichen.“

Deshalb wäre der zweite Standort für die Hütte das gescheiteste, so von Preysing. Dies sei bereits mit den Sportfreunden so besprochen und eine zeitnahe Lösung. „Eine gute geht nicht her, weil’s so kompliziert ist.“ Eine Abweichung von der Gestaltungssatzung stellte die Bauamtsleiterin in Aussicht. Auf keinen Fall akzeptiere man ein Satteldach. Diesem Vorschlag stimmte der Ortsplanungsausschuss letztendlich einstimmig zu.


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