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Im Ring der Weissach-Arena

Boxweltmeister Henry Maske als Unternehmer

Von Klaus Wiendl

Austeilen, Einstecken, Durchboxen. Mit dieser Devise schaffte es Maske zum Boxweltmeister im Halbschwergewicht. Von 1993 bis 1996 gehörte er zu den international populärsten Sportlern Deutschlands. Doch er ist auch Unternehmer und Motivations-Experte. Als solcher war er beim Ludwig-Erhard-Gipfel gefragt.

Boxweltmeister Henry Maske im Gespräch mit Cherno Jobatey vor den “Entscheidern” auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel / Foto: Klaus Wiendl

Er hat auch als Redner mit Themen wie Eigenmotivation und Mitarbeiterführung nach seiner Profi-Karriere gut zu tun. Auch gastronomisch hat der 55-Jährige einige Eisen im Feuer, mit inzwischen zehn McDonalds-Filialen. Allerdings wird man Henry Maske vermutlich nicht beim Burgerbraten oder Frittenverkauf antreffen, denn der Ex-Profisportler kümmert sich in Sachen Mitarbeiterplanung und Strategieumsetzung vorrangig darum, dass hinter den Kulissen alles glatt läuft. Er habe seine Karriere mit einem gewissen finanziellen Polster beendet, was nicht allen gelinge. „Dadurch konnte ich entspannter sein“.

Für die zahlreichen „Entscheider“ im Saal fragt Ex-ZDF-Moderator Cherno Jobatey das Multitalent Maske nicht nur nach seinem sportlichen Werdegang, sondern will mehr über die Philosophie des Unternehmers mit über 300 Mitarbeitern wissen. Für ihn bekomme jeder im Unternehmen eine zweite Chance, erklärt Maske. „Nutzt er die, ist es gut für ihn und mich als Unternehmer“. Nutzt er sie nicht, „ist jedes weitere Wort eines zu viel“.

Er müsse immer an die „Masse“ seiner Arbeitnehmer denken, die schon durch eine Person belastet werden könnte. Er habe die Verantwortung und müsse die Entscheidung auch durchsetzen. Das sei nicht immer leicht, da gebe es Gesetzmäßigkeiten. Aber am Ende müsse er das Problem lösen.

Erfahrungen aus dem Sport helfen dem Unternehmer Maske

Zweifel an der Arbeit seien gut und wichtig, so Maske. „Diese habe ich auch in meiner sportlichen Karriere immer wieder als Begleiter gehabt“. Zweifel aber würden bei ihm die Sensibilität und Aufmerksamkeit schüren. Man werde auch vorsichtiger, „aber „nicht ängstlicher“, sagt der Motivationstrainer Maske. Verzweifeln allerdings wäre einen Deut schlechter. Für ihn als Unternehmer habe es nach sechs Jahren einen kurzen Moment gegeben, in dem er in vielen Bereichen „hintergangen“ worden sei.

Das sei wie bei einer Ehe, wenn man es selber nicht merke. Er habe daraus gelernt, mit den Dingen reflektierender umzugehen. Früher war er ein Einzelkämpfer, nun sei die Lage für ihn mit den vielen Mitarbeitern anders. Wenn McDonalds neue Vorgaben mit Programmen und Produkten mache, müsse er sich als Franchise-Nehmer fragen, wie er dies mit seinen Leuten hinbekomme.

„Nicht nur mit den besten, sondern mit allen“. Als Unternehmer müsse man diese Verantwortung tragen. Die Erfahrungen aus dem Sport würden ihm als Arbeitgeber „wahnsinnig“ helfen. Es gehe nicht nur um eine „faire Chance“, sondern wie man sie erfolgreich vor Ort umsetze. Diese Herausforderung sei seine tägliche Arbeit.


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