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Weiterer Anbau am Freihaus

Brenner geht Baden

Vor einem halben Jahr genehmigte der Bauausschuss in Bad Wiessee bereits einen Lagercontainer im rückwärtigen Bereich des Restaurants Freihaus. Nun plant Eigentümer Jupp Brenner ein Schwimmbad.

Noch ein Anbau am Freihaus Brenner: Zur Lagerhalle kommt noch ein Schwimmbad.
Noch ein Anbau am Freihaus Brenner: Zur Lagerhalle kommt noch ein Schwimmbad.

Wie berichtet, herrscht am Freihaus hoch über dem Tegernsee bereits eine rege Bautätigkeit. Ein veraltetes Gebäude wird durch eine 20 Meter lange zweistöckige Lagerhalle ersetzt. In ihr sollen laut Brenner Leergut, Gartengeräte und vielleicht auch Fahrzeuge unterkommen. Dies wurde ihm vom Bauausschuss im Juni genehmigt.

Am Dienstagabend lag den Gemeinderäten ein weiteres Bauvorhaben des Gastronomen und Gemeinderats vor. Nun will Brenner östlich des Gebäudekomplexes in den Untergrund und dort ein Schwimmbad errichten. „Hat es ein 25-Meter-Becken“, fragte Florian Sareiter (CSU) mehr scherzhaft. „Nein“, sagte Architekt Herbert Wagenpfeil aus Hausham, den Brenner vorsorglich wegen eventuell aufkommender Fragen gleich im Schlepptau hatte. „Es wird mit vier auf elf Metern kein Sportbecken“. Der Gemeinderat hatte keine Einwände, dass Wagenpfeil direkt Stellung nehmen konnte.

Unterirdisches Schwimmbad

Dieses Schwimmbad gehe nur über eine erneute Änderung des Bebauungsplanes, stellte Bauamtsleiter Helmut Köckeis fest. Für diesen Antrag spreche, dass „dieser unterirdische Anbau, der etwa ein bis zwei Meter aus dem Boden ragen würde, bei der Auffahrt über die Freihaustraße aber nicht zu sehen wäre“.

Wegen der Hangschräge nach Osten käme der Anbau nur an einer Stelle etwas aus dem Gelände heraus. „Das Dach aber wird begrünt“, so Köckeis, daher habe er ortsplanerisch keine Bedenken. Nun liege aus am Bauausschuss, dieses Vorhaben abzusegnen. Mit den Plänen konnte sich auch Robert Huber (SPD) anfreunden:

So wie das Bauwerk beschrieben wurde, ist es nicht sichtbar. Außer man geht ins Gelände. Lichtkuppeln seien auch nicht geplant.

Dennoch wollte der Bauausschuss noch detaillierte Angaben über den Geländeschnitt und die Größe des Schwimmbades. Aus den vorliegenden Plänen für den Längs- und Querschnitt ergebe sich, so Planer Wagenpfeil, „dass es für das Schwimmbad nur nach vorne Richtung Freihausstraße einen zwei Meter tiefen Lichtgraben für die Belüftung und Belichtung gibt“. Der Sturz werde mit Natursteinen kaschiert. Nur auf gleicher Höhe wäre der unterirdische Anbau zu erkennen.

Der gesamte im Boden eingelassene Bereich hat eine Fläche von 140 Quadratmetern.

Damit er diesem Projekt zustimmen könne, witzelte Kurt Sareiter (CSU), sollte Kollege Brenner „eine Bestätigung vorlegen, dass er überhaupt schwimmen kann“. Da das Schwimmbad die Baugrenzen um das bestehende Gebäude von zwei Metern deutlich überschreite, hatte man bei der Festsetzung der Baugrenzen bereits vor einem halben Jahr etwas großzügiger verfahren können, rief Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) in Erinnerung, „dann bräuchten wir heute gar nicht darüber reden“.

Klaudia Martini (SPD): „Dies ist aber dann die letzte Änderung des Bebauungsplanes?“ „Vorerst“ hieß es spöttisch am Ratstisch. Antragsteller und Gemeinderat Jupp Brenner verfolgte die Diskussion von den Zuhörerplätzen aus. Seinem Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes folgte der Bauausschuss mit 8:1 Stimmen.


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