Kreuth nimmt Raser ins Visier

Brennpunkt Bayerwald

Von Robin Schenkewitz

Viel zu hohe Geschwindigkeiten, riskante Überholmanöver und schwere Unfälle. All dies ist Monika und Peter Tischler irgendwann zu viel geworden und sie begannen Unterschriften für ein Überholverbot und eine niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzung im Kreuther Ortsteil Bayerwald zu sammeln.

Bis letzten Donnerstag, als sich auch der Kreuther Gemeinderat einstimmig dafür aussprach, den Antrag zu unterstützten, hatte das Ehepaar schon 190 beisammen.

Derzeit ist in der Ortsdurchfahrt von Bayerwald noch Tempo 70 erlaubt.

Was jetzt gefordert wird gab es schon einmal. Bis vor rund zehn Jahren herrschte an der besagten Stelle auf der B 307 im Ortsteil Bayerwald Überholverbot und eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die bei Tempo 60 lag. Beides wurde dann aber wieder aufgehoben.

Beschwerden häufen sich

Heute häufen sich wieder die Beschwerden über die ständigen Raser welche die Straße als Rennstrecke missbrauchen. „Das sind nicht nur die Münchner, sondern auch die Einheimischen. Die fahren da doch alle zu schnell“, beschwerte sich beispielsweise ein aufgebrachter Bürger und fügte an: „Besonders bei der Bushaltestelle fangen sie alle das überholen an“

Der Problematik hatte sich jetzt auch der Kreuther Gemeinderat gestellt und diskutierte das Thema ausführlich auf seiner letzten Sitzung. Heraus kam ein einstimmiges Votum, den Antrag zu unterstützten.

Entschieden ist damit allerdings noch nichts, denn die Gemeinde kann hier bloß eine Empfehlung abgeben. Die endgültige Entscheiden muss dann schlussendlich das Landratsamt treffen.

Schwierig könnte die Geschwindigkeitsreduzierung werden, da bereits jetzt sowieso nur 70 Kilometer pro Stunde erlaubt sind und die Straße außerorts liegt. Bessere Erfolgsaussichten bestehen dagegen beim Überholverbot, so zumindest die Einschätzung von Bürgermeister Josef Bierschneider. Eine durchgezogene weiße Linie und mehr Kontrollen sollen auf lange Sicht mehr Verkehrssicherheit gewährleisten.

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