Andere machen's vor – Rottach-Egern zieht nach

Budenzauber über Neujahr hinaus

Auch wenn das Wetter nicht so mitspielte, die Christkindlmärkte der drei Talgemeinden gelten als Erfolg. Der Glühweinzauber kam offenbar an. Doch seit dem 4. Advent kocht er in Rottach-Egern nur noch auf Sparflamme. Anderswo sind Touristiker kreativer.

Der Glühweinzauber geht in Rottach-Egern weiter.

Während in Tegernsee die Buden bald abgebaut werden und in Bad Wiessee nur noch bis zur Montgolfiade Ende Januar überwintern können, stehen sie in diesen Tagen dennoch ungenutzt herum. Kein Glühweinzauber für die zahlreichen Touristen während der Weihnachtsferien. Allein Rottach-Egern macht eine Ausnahme. Zumindest drei Standl bleiben noch bis 6. Januar geöffnet.

Einen davon betreibt Josef Bogner jr., der emsige Wirt vom Voitlhof zum Zotzn. Während er unermüdlich Schweinernes für seine Bratensemmel auf den Grillspieß aufsteckt, den erhitzten Raclett auf den Semmeln verteilt und Glühwein ausschenkt, meint er, dass man diese Verlängerung über Weihnachten hinaus dann bewerben könnte, wenn es noch ein paar mehr Stände wären.

Das wäre die Chance auch für Vereine, wenn sie sich beteiligen würden.

Dass die Nachfrage da ist, zeigt der Samstagnachmittag. Um das offene Feuer vor seinem Standl scharen sich Einheimische wie Besucher an allen Tischen. In Glühwein-Glückseligkeit schwärmen sie von dem schönen Ambiente zwischen den Feiertagen. Und sie wundern sich, dass sie nur vom Hören und Sagen davon erfahren. Eine Werbung der Tegernseer Tal Tourist GmbH (TTT) dafür gibt es nicht.

Glühwein-Liebhaber kommen noch auf ihre Kosten

Doch ein Blick über den Tellerrand würde genügen, um zu sehen, wie es funktionieren könnte. Beispiel Berchtesgaden mit seinem historischen Ortskern. 50 Stände verbreiten noch bis 31. Dezember einen alpenländischen Bergadvent, wie sich der Autor dieser Zeilen am Freitag überzeugen konnte. In der Hauptsaison des Wintertourismus wird das „überlieferte Brauchtum, die traditionelle Handwerkskunst und die alpenländische Volksmusik“ von den zahlreichen Urlaubern offensichtlich auch nach den Feiertagen noch gerne angenommen. Vor allem die Imbissstände mit Kaiserschmarrn und Zwetschgenröster samt Glühwein oder Punsch waren belagert.

Aber ein Trost bleibt den Menschen im Tegernseer Tal, die Glühweinbuden bleiben ihnen noch eine geraume Zeit erhalten. Zunächst mit der Montgolfiade Ende Januar in Bad Wiessee und einen Monat später mit dem dritten Winter-Seefest in Rottach-Egern. Sollte sich im Mai 2019 der TTT-Arbeitskreis treffen, so wäre eine Überlegung vielleicht, wie man die „Stade Zeit“ bis Heilig Drei König auch im Sinne der Touristen noch besser nutzen könnte. Vor allem in solchen Zeiten, in denen der Schnee zum Wintersport nur spärlich vorhanden ist.


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