Coworking gegen den Klimawandel

Rottach-Egerns Bürgermeister Köck erinnerte erst kürzlich daran, dass Klimaschutz jeden angeht. Kleinigkeiten machen große Unterschiede: so zum Beispiel die bewusste Entscheidung für einen Coworking-Arbeitsplatz.

Bildrechte: Flickr Coworking Meeting Manuel Schmalstieg CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Vor mehreren Jahren ist das Coworking-Konzept im Landkreis angekommen. Co-Arbeitsplätze gibt es seither nicht mehr nur in München, sondern auch hier. Insgesamt öffnen zunehmend mehr Immobilien Freelancern ihre Pforten, um ihnen auf angemieteten Arbeitsplätzen abseits der Großstadt ein dynamisches Arbeitsumfeld anzubieten. Wird Pendeln damit bald der Vergangenheit angehören?

München ist deutsche Pendlerhauptstadt

2017 ernannten Statistiken München zur Stadt der deutschen Pendlerrekorde. Mehr als 350.000 Arbeitnehmer pendelten damals täglich in die bayerische Landeshauptstadt, und weitere gut 62.000 pendelten für ihre Arbeit Tag für Tag aus der Stadt heraus. Fast 70 Prozent aller München-Pendler nutzen zur Bewältigung der Strecke den eigenen Pkw. In Zeiten des Klimawandels sind das erschreckende Zahlen. Coworking-Spaces könnten Lösungsansätze bieten.

Wie eine aktuelle Coworking-Studie belegt, befindet sich München unter den Top 10 der Coworking-Hubs in Europa. Mit einem Index von 52 sprach auch Caya im Jahr 2018 der bayerischen Landeshauptstadt ein hohes Potenzial zu, was Co-Arbeitsräume betrifft – das zweithöchste in ganz Deutschland.

Nicht nur in der Münchner Innenstadt, sondern auch im Tal gibt es mittlerweile Coworking-Spaces. Diese Entwicklungen könnten schon bald positive Folgen haben.

Weniger Pendler, weniger CO2-Emissionen

Das Coworking-Konzept wirkt einem weiteren Anstieg der Pendlerzahlen entgegen und entlastet damit nicht nur die Straßen, sondern vermindert auch den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen. Doch trotz der Aussage von Köck, dass auch im Tal Klimaschutz jeden angeht, zeigen die Bürger noch immer begrenztes Interesse. Würde man den CO2-Ausstoß nicht deutlich reduzieren, stehe eine schleichende Katastrophe bevor. Jeder Bürger solle die eigenen Gewohnheiten an die neue Situation anpassen, um drohende Klimakatastrophen abzuwenden.

Weiteren Straßenausbau zu stoppen und Mittel in die Bahn zu investieren, ist laut Köck erst der Anfang der Klimaschutzmaßnahmen. Obwohl Klimaschutz beim Einzelnen anfängt, rief er zur Veränderung ganzer Strukturen und Standards auf. In diesem Kontext nicht von ihm erwähnt, aber thematisch passend, wäre ein Hinweis auf Coworking-Plätze, dank denen umweltschädliches Pendeln im eigenen Auto vielleicht bald kein Standard mehr sein wird.


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