Da Summa is umma

von Ursula Weber

Spätestens seit dem ersten Schnee auf den Bergen ist der Almsommer für die Weidetiere vorbei. Manche Landwirte folgen noch der alten Tradition, ihre Tiere aufzukränzen, wenn Mensch und Vieh zum Herbst wieder heil ins Tal ziehen können. Es ist eine schmucke Art, seinen Dank für Bewahrung und Schutz auszudrücken.

Das aktuelle TS-Kalenderblatt von Nina Häußinger.

Die altbekannte Tradition des Almabtriebs ist wie auch das Erntedankfest an diesem Wochenende mit seinen reich bestückten Altären eine besonders schöne Weise, seine Freude über die Geschenke der Natur zu feiern. In unserer modernen Welt, in der es das ganze Jahr über die außergewöhnlichsten Produkte gibt, ist dieser Sinn für Dankbarkeit oftmals verloren gegangen.

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Doch bei mehr und mehr Menschen findet ein Umdenken statt. Sie entdecken wieder, wie kostbar ein gutes, aus wertvollem Korn gebackenes Brot ist. Sie schätzen wieder, wenn Tiere artgerecht und naturnah gehalten werden. Sie genießen die gesunde Einfachheit von Gemüse, Obst und Salat, die nachhaltig in der Region gewachsen sind.

Bei manchen hat dadurch die Wertschätzung im Leben einen neuen Platz bekommen.

Zum einen für die Dinge, die unser Leben so angenehm und schön machen, wie Lebensmittel und Kleidung. Zum anderen aber auch für die weitere Fülle, in der wir hier im Oberland leben können. Auch für Freunde und Familie, für Festlichkeiten und fröhliche Geselligkeit.

Ja, vieles davon ist in der augenblicklichen Lage nicht mehr ganz so selbstverständlich. Und doch kann jeder selber entscheiden, ob er angesichts der Unwägbarkeiten des Lebens missmutig auf das Ende eines langen Sommers blickt – oder mit großem Dank und froher Zuversicht die Dinge für Herbst, Winter und ein neues Frühjahr richtet.

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