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Rottacher Traditionslokal macht zu

Aus für Borkholder‘s Café

Viele Jahre war es ein beliebter Platz zum Verweilen in der Rottacher Seestraße. Heute war für die Pächter Monika und Peter Borkholder der letzte Tag.

Seit heute geschlossen: Das Café Borkholder’s in Rottach-Egern.

Draußen hängen die Schilder „wegen Geschäftsaufgabe geschlossen“. Drinnen werkeln Mitarbeiter. Sie putzen und räumen das bekannte Rottacher Lokal, das 40 Gästen Platz bot. Auf der „Sonnenterrasse über dem See“, so die eigene Werbung, waren es nochmals 40 Plätze. Von dem einstigen Ambiente ist nicht mehr viel zu sehen.

Nichts deutet mehr darauf hin, dass es hier eine „große Auswahl an exzellenten Weinen, auch glasweise, Eintöpfe, Pasta, hausgemachte Nudelgerichte und Kuchen“, so Borkholders Werbung, einmal gegeben hat. Sein Lokal ist inzwischen ziemlich leergeräumt. Das muss es auch, denn morgen, am 1. März, soll es besenrein übergeben werden. An wen, wollte Peter Borkholder, der sich nicht sonderlich gesprächig zeigte, nicht verraten.

Nur so viel, dass er aus „gesundheitlichen Gründen“ den Betrieb aufgebe. Mehr war ihm nicht zu entlocken. Man werde schon sehen, wer der neue Pächter sei. Borkholder ist auch Mitglied des Vereins „Rettet den Tegernsee“. Das Hochwasser im Juni 2013 hatte auch seinem Café zu schaffen gemacht. Die ganze Seestraße stand damals unter Wasser.

“Tolle Lage am See”

Doch für Borkholders Gäste war es genau die „tolle Lage am See“, die den Reiz ausmachte, wie sie auf der Touristikwebseite von TripAdvisor schreiben. Zuletzt noch am 3. Januar. “Klein, gemütlich, unkonventionell, tolle Lage”, lobt ein Rottacher. Einen Tag zuvor schrieb der Münchner Manfred S. den Wirtsleuten ins virtuelle Stammbuch: „Modern, herrlicher Blick auf den See, gelungenes Angebot.

Habe dort nur Kaffee und Kuchen genossen. der Cappuccino ist italienisch gut, der Kuchen ein Traum, die Bedienung sehr freundlich und schnell“. Weniger begeistert zeigte sich im September ein Schweizer. Die Lage direkt am See sei zwar phantastisch. Doch die Terrasse sei sehr eng und nicht gerade mit bequemen Sesseln eingerichtet.

„Der Service ist zwar freundlich aber eher langsam. Nach 15 Minuten Wartezeit kam die Mitteilung, dass das gewünschte Gericht nicht mehr erhältlich ist. Die Bratwurst war ok, das Wirsinggemüse auch, aber mehr nicht. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist in Ordnung“. Dies ist nun sprichwörtlich Schnee von gestern, denn heute trug das Café zum letzten Mal den Namen Borkholder’s.

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