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Sportlerin auf dem Weg zur Rekord-Olympionikin

Natalie – die Gold-Queen von Peking

Von Sabiene Hemkes

Natalie Geisenberger hat es tatsächlich geschafft. Sie holt bei ihren dritten Olympischen Spielen erneut das Rodel-Gold in Peking.

Natalie Geisenberger fährt zum Sieg in Peking / Quelle: ZDF

Update – 08.02.2022 – 15.00 Uhr

Als letzte Starterin holte sich vor wenigen Sekunden Natalie Geisenberger aus Miesbach souverän das dritte Gold im Eiskanal von Peking. Die seit dem zweiten Durchgang in Führung liegende Geisenberger sicherte sich unangefochten den Sieg. Anna Berreiter belegte hinter ihr den Silberrang. Dritte wurde Tatyna Ivanova.

Nun steht die Tür ganz weiter offen zum 6. Olympiasieg und damit zur sportlichen Unsterblichkeit, da Natalie als beste Deutsche bei Olympia sich automatisch für den Teamwettbewerb qualifiziert hat. Auch in diesem Wettbewerb sind die deutschen Sportler die absoluten Favoriten.

Update – 07.02.2022 – 15.20 Uhr

Heute hatte die Miesbacher Rennrodlerin Natalie Geisenberger die Strecke im Sliding Centre Yanqing und ihre Nerven im Griff. Im ersten Lauf kämpfte die 34-Jährige noch etwas nach Kurve 13 im Eiskanal und verlor dabei 0,053 Tausendstel auf Taubitz.

Geisenberger vor erneutem Triumph bei Olympia

Im zweiten Lauf meisterte sie dann die Schlüsselstelle der Strecke bravourös mit der Laufbestzeit. Besonders bemerkenswert, da Taubitz wenige Minuten zuvor genau an dieser Stelle fürchterlich stürzte. Das gleiche Schicksal ereilte auch die Österreichin Madeleine Egle im ersten Lauf. Es wäre definitiv verfrüht, Geisenberger vor den beiden abschließenden Läufen als Olympiasiegerin auszurufen.

Dieses großartige Foto hat uns Natalie Geisenberger aus Peking geschickt/ Quelle: Natalie Geisenberger

Dennoch hat die 34-Jährige jetzt alles in der eigenen Hand. Schafft sie es noch zweimal die verflixte Kurve 13 zu meistern, stehen die Weichen eindeutig auf einen fünften Olympiasieg. Auf dem zweiten Platz folgt die dritte deutsche Starterin Anna Berreiter aus Berchtesgaden. Zum Glück verletzte sich Julia Taubitz bei dem Sturz im Eiskanal nicht schwer.

Ursprünglicher Artikel vom 07. Februar 2022 mit der Überschrift: „Daumen drücken für „Nat“ in Kurve 13“

Erst die kitschige Eröffnungsveranstaltung voller Täubchen, Schneeflöckchen und zackigem Militär, dann noch ein deutscher IOC Präsidenten Thomas Bach, der uns tief ins Fremdschämen stürzte. Was für ein grausiger Auftakt der Winterspiele.

Doch gab es gleich an nächsten Tag das, was die Welt-Spiele zu dem machen, was sie an Rande noch sein dürfen – Emotionen und Weltklasseleistungen. Auch unsere Landkreissportler (alle Sportler aus dem Landkreis hier zu finden) haben sich am ersten Wettkampfwochenende gut geschlagen.

Den Auftakt machte Annika Morgan im Slopestyle in Zhangjiakou. Noch in der ersten Olympia-Nacht schaffte die 19-Jährige den ersten Einzug einer deutschen Snowboarderin in das Finale bei Olympia. In der Nacht zu Sonntag krönte sie ihren ersten Start als Achte mit 64,13 Punkten nach den drei Finaldurchgängen.

Die 19-jährige Snowboarderin Annika Morgan war absolut „happy“ bei ihrem Olympia-Debut / Quelle: Team Deutschland/Frank May

Wie immer lief die junge Freestyle-Snowboarderin mit lauter Musik im Ohr die Läufe. Auch wenn sie am Finaltag noch „übelst verpennte“, war sie nach dem Wettkampf überglücklich, wie sie im TV verriet:

Ich bin so happy, ich kann mich gar nicht beschweren. Es hat so viel Spaß gemacht, ich würde am liebsten noch weiterfahren.

Die Medaillen im Slopestyle gingen an die Neuseeländerin Zoi Sadowski-Synnott vor Julia Marino (USA) und Tess Coady (Australien). Annika startet noch im Big Air.

Am Samstagnachmittag hatte auch der Holzkirchner Lucas Bögl seinen ersten Auftritt auf der olympischen Bühne. Die Langlaufwettbewerbe starteten mit dem Skiathlon. Das sind 30 Kilometer, davon werden 15 klassisch und danach mit einem fliegendem Wechsel weitere 15 Kilometer im freien Stil gelaufen.

Mit Rang 12 im ersten olympischen Rennen darf Lucas Bögl sehr zufrieden sein

Die deutschen Läufer hielten sich sehr gut im Weltklassefeld. Alle landeten unter den Top 20. Lucas war der Beste auf dem 12. Platz. Damit war Lucas zufrieden, wie er auf Instagram verriet:

Knallharter Skiathlon zum Olympia Auftakt! Mit dem 12. Platz bin ich sehr zufrieden. Konnte lang um Platz 10 mitlaufen. Mit allen Startern in den Top 20 hat @teamdeutschland gut aufgezeigt!

Eindrucksvoll stellte Alexander Bolschunow aus Russland, vor Landsmann Denis Spizowvor und dem drittplatzierten Finnen Iivo Niskanen, seine Ausnahmestellung in dieser Disziplin unter Beweis.

Heute (12:50 ZDF/ ZDF Stream) wird es ernst für die viermalige Olympiasiegerin Natalie Geisenberger. Um 12:50 Uhr steigt die Miesbacherin, die am Samstag ihren 34. Geburtstag im olympischen Dorf feierte, in den Kampf um ihre fünfte Medaille bei den Winterspielen ein. Ein aufregendes Trainingswochenende liegt hinter Natalie.

Unsere Starterin im Eiskanal zeigt sich selbstbewusst beim olympischen Fotoshooting. Herzlichen Glückwunsch nachträglich Natalie. © Team Deutschland 1 Karl-Josef Hildenbrand

Erst wurde sie an ihrem Geburtstag am Samstag kurz nach 06:00 Uhr von den Dopingkontrolleuren geweckt. Noch vor dem täglichen PCR-Test. Dann schaffte sie in ihren Trainingsläufen fünfmal die Bestzeit auf der anspruchsvollen Bahn im Sliding Centre Yanqing. Allerdings hatte Natalie auch eine Schrecksekunde im olympischen Eiskanal zu überstehen. Wie schon bei der Probeveranstaltung im letzten Jahr stürzte sie in der 13. Kurve in Yanqing:

In der Kurve 13 ist es für mich immer so ein bisschen Luft anhalten.

Wir werden heute Mittag mit der Miesbacherin gemeinsam die Luft anhalten. Drücken wir der Natalie ganz doll die Daumen bei den ersten beiden Olympialäufen. Morgen gibt es dann ebenfalls ab 12:50 Uhr die Entscheidung im Eiskanal.

Gerade eben hat Vanessa Hinz aus Schliersee ihren ersten Start bei Olympia auf den 15 Kilometern erfolgreich beendet. Auch wenn ihre Leistung im Schatten der überraschenden ersten deutschen Olympiasiegerin 2022 Denise Herrmann steht. Glückwunsch!

Vanessa Hinz wird heute mit der Kollegin die erste Medaille der Biathleten feiern./© Team Deutschland Frank May

Mit der späten Startnummer 80 schaffte es die Schlierseerin auf den 14. Platz. Wir sind gespannt, wie es Vanessa mit dem Frieren in der Eis-Hölle ergangen ist. Denn in den letzten Tagen haben ihr besonders die niedrigen Temperaturen vor Ort Sorgen bereitet, wie sie den Kollegen vom TV verriet:

Ich merke schon, dass mir meine Finger einfrieren, wenn ich hier stehe. Der Rest geht, aber vor den Fingern habe ich ehrlich gesagt schon ein bisschen Angst. Brutal hart.


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