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Aus zwei mach eins in Tegernsee

Denkmalgeschützter Hof soll umgebaut werden

Von Klaus Wiendl

Die ehemalige Hofstelle am Ludwig-Thoma-Weg steht malerisch da. Doch der Zahn der Zeit nagt unverkennbar. Nun will der Eigentümer die Tenne abreißen und durch Wohneinheiten ersetzen.

An diesem denkmalgeschützten Hof soll die Tenne durch Wohneinheiten ersetzt werden.

Wer an der Rottach entlang schlendert, hat den einstigen Bauernhof in nördlicher Richtung womöglich schon in seiner Alleinlage gesehen. Nach Süden bietet das denkmalgeschützte Anwesen einen Blick auf Obstbäume, Wiesen und Berge. Hier will nun Architekt Florian Erhardt als Eigentümer Veränderungen vornehmen. Die Tenne will er abreißen und durch Wohnteile ersetzen.

Weitere Änderungen beantragt

Dies lag dem Tegernseer Bauausschuss schon einmal vor, und zwar im Jahr 2015. Damals sei mit dem Denkmalschutz die Veränderung abgeklärt worden, so Geschäftsleiter Hans Staudacher auf Nachfrage. Nun hatte sich in seiner jüngsten Sitzung der Bauausschuss wieder mit Erhardts Projekt zu befassen. Diesmal lag die erste Tektur zum Umbau und Sanierung des Bestandes auf dem Ratstisch.

Abweichend vom bereits genehmigten Antrag wurden laut Bauamtsmitarbeiter Stephan Herbst weitere Änderungen beantragt. Statt den zwei genehmigten Wohneinheiten soll nur noch eine im Neubaubereich entstehen. Des Weiteren sei eine Doppelgarage im nordöstlichen Bereich und daran ein überdachter Freisitz mit einer Größe von vier mal sechs Metern sowie geringfügige Änderungen der Gestaltung geplant. Da die Überdachung der Terrasse die festgesetzten Baugrenzen überschreite, beantragte Bauherr Erhardt eine Befreiung von der vierten Änderung der Ortsabrundungssatzung.

Keine Einwände des Denkmalschutzes

Das Landratsamt habe bereits im Vorfeld signalisiert, dass es der Befreiung zustimmen würde, wenn die Stadt ihr Einvernehmen erteile. Die Zustimmung stütze sich auf eine Äußerung der Unteren Denkmalbehörde. Durch die Reduktion der Wohneinheiten müssen drei Stellplätze weniger nachgewiesen werden. Die hiermit verbundene geringere Flächenversiegelung könne als Kompensation für die zusätzlich überdachte Terrasse angesehen werden.

Laura Mandl (SPD) wollte wissen, warum das Vorhaben von der Satzung abweiche. „Mit dem größeren Dach werden die Baugrenzen überschritten“, klärte Bauamtsleiterin Bettina Koch auf. Da der Neubau auch weniger Einwohnergleichwerte benötige, war der Bauausschuss einstimmig für die Tektur zu haben. Daher werden Spaziergänger demnächst an der Rottach vermutlich zunächst auf eine Baustelle blicken.


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