Ein Gedicht aus Rottach

Der Heuschreck’ vom Tegernsee

Ein Rottacher Bürger hat an einem Baum mitten im Ort ein Gedicht aufgehängt. Es handelt vom “Heuschreck`”, der das Tal einnimmt und unsere Heimat in Geld verwandelt. Unsere Zukunft sieht der Verfasser jetzt schon begraben.

Der Heuschreck’ übernimmt die Macht im Tal …

Der Heuschreck’ liebt den grünen Fleck.
Der hat für ihn nur einen Zweck.
sich dran zu laben, gut zu nähren –
mit Kapital von Millionären!

So frisst er sich durch grüne Felder,
frisst alte Bäume, kleine Wälder.
Gegraben wird, gesägt, gelichtet –
mit Luxushäusern dann verdichtet.

Der Heuschreck’ ist sogar geschützt,
von Baurecht, Landratsamt gestützt,
frisst er Gewachsnes gnadenlos,
sein Appetit ist riesengroß.

Und weil er sich so unbeschwert
in unserm Tal rasant vermehrt,
wird hier, für alle die nichts haben,
die Zukunft heute schon begraben.

Der Heuschreck’, er wird weiterzieh’n,
wenn er das letzte Fleckchen Grün,
das unsern Innenort noch ziert,
vergoldet hat und betoniert.

Gibt sich dann anderswo die Ehre,
wo’s Grünland gib (und Millionäre),
verkauft wird, spekuliert, gehandelt –
und Heimat sich in Geld verwandelt!


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