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Prächtige Pferdegespanne und stolze Reiter im Tegernseer Tal

Die älteste Leonhardifahrt Bayerns

Von Maxi Hartberger

Leonhardi – zahlreiche wunderschön geschmückte Pferdegespanne ziehen zu heiligen Orten, um sich den Segen des heiligen Leonhard abzuholen. Diese Woche ist es auch in Kreuth und Gmund wieder soweit.

Kommende Woche wird wieder Leonhardi in zwei Tal-Gemeinden gefeiert. / Quelle: Felix Wolf

Pferdehalter aus dem ganzen Landkreis bereiten sich auf ihren großen Tag vor. Wie in jedem Jahr finden auch heuer in zahlreichen Orten die Leonhardi-Umzüge statt. Dann ziehen die vielen Gespanne gemeinsam zu heiligen Orten, um sich den Segen des heiligen Leonhard abzuholen.

Der Schutzpatron der landwirtschaftlichen Tiere, heutzutage hauptsächlich der Pferde, soll diese vor allerlei Unheil bewahren. Die älteste urkundlich belegte Leonhardifahrt ist daher eigentlich eine Prozession – und die Hoch zu Ross. Für die zahlreichen Zuschauer ist dieses Spektakel in jedem Jahr ein Highlight.

500-jährige Tradition in Kreuth

Die älteste Leonhardifahrt Bayerns findet in Kreuth traditionell am 6. November statt. Sie besteht schon seit dem Jahr 1442. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst um 9:30 Uhr, macht sich der Zug gegen 10:30 Uhr auf den Weg. Am Abend öffnen die Trachtler dann den Leonhardstoana Hof am Waldfestplatz, um den Festtag ausklingen zu lassen. Dort findet der traditionelle Leonharditanz statt, bei dem nicht nur Teilnehmer der Leonhardifahrt, sondern auch Gäste willkommen sind. Los geht’s um 20 Uhr.

Weil die Wallfahrer Vorfahrt haben, müssen sich Autofahrer auf der B 307 morgen auf Behinderungen einstellen. Die Ortsdurchfahrt wird zwischen 9 und 13 Uhr wegen der Leonhardifahrt gesperrt. Betroffen sind auch die Busse des RVO in diesem Zeitraum. Besucher können trotz der Sperrung aber nach Kreuth hineinfahren. In der Ortsmitte weisen Feuerwehrler dann die Autofahrer in die zahlreichen Parkplätze ein.

Auch in Festenbach wird gefeiert

Beim Leonhardiritt in Festenbach sind Rösser, Reiter und Pferde-Liebhaber weitestgehend unter sich. Ein eher familiärer Festakt unter Einheimischen im Vergleich zu den großen Umfahrten in Kreuth und Bad Tölz. In Gmund beginnt der Umritt an der Kapelle in Festenbach am 10.11. um 14:00 Uhr. Auch hier sind die Rösser wieder groß herausgeputzt und die Reiter mit stolzem Gesichtsausdruck unterwegs. In der traditionellen Andacht unter freiem Himmel wird nach dem Ritt um die Kapelle dann der Segen des Heiligen Leonhard für Mensch und Tier erbeten.


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