Friseure im Tegernseer Tal starten wieder
Die Frisur sitzt – die Maske auch

von Maxi Hartberger

Seit gestern dürfen die Friseure im Tal wieder arbeiten. Viele haben den Tag herbeigesehnt. Für die Salons fängt die große Herausforderung aber jetzt erst an. Das Team von Coiffeur Hermine und Isabella aus Bad Wiessee hat sich eine eigene Maskentechnik ausgedacht.

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Die Tür öffnet sich. Gleich im Eingangsbereich steht ein Schild mit den wichtigsten Regeln und ein Desinfektionsmittel. Hier heißt es erstmal Hände sauber machen, bevor man seine Jacke ablegen und den Pfeilen Richtung Sitzplatz folgen darf. Es herrscht reges Treiben im Salon. Endlich ist es soweit. Nach über sechs Wochen dürfen die Friseure im Tal wieder arbeiten.

Zahlreiche Kunden haben diesem Tag schon sehnlichst entgegengefiebert. Dementsprechend voll sind die Anmeldebücher. Bei Coiffeur Hermine und Isabella sind die nächsten zwei Wochen eigentlich komplett ausgebucht. Und das obwohl jetzt sogar montags geöffnet ist und die Öffnungszeiten verlängert wurden.

Masken als Herausforderung

Das liegt auch daran, dass nicht mehr so viele Kunden gleichzeitig bedient werden können. „Wir halten die Abstände zwischen den Plätzen ein. Auch an den Waschplätzen bleibt ein Stuhl in der Mitte frei“, erklärt Inhaberin Isabella Häußinger. Und auch sonst gibt es viel zu beachten. Alle Personen im Laden müssen Masken tragen. Die Mitarbeiter haben Handschuhe an. Einen Wartebereich gibt es vorerst nicht mehr und auch auf Zeitungen und Getränke müssen die Kunden verzichten.

Für das Team sind jetzt vor allem die Masken eine Herausforderung. Nicht nur, dass es beim Föhnen unter dem Atemschutz sehr heiß wird. Auch für Kunden musste man eine Lösung finden. Schnüre hinter Kopf oder Ohren seien beim Färben einfach nicht möglich, erklärt Häußinger. Ihre Geschäftspartnerin Hermine Baumhackl hat deshalb rumgetüftelt. Am Ende ist eine einfache Lösung entstanden. Die Friseurmeisterin erklärt:

Wir kleben den Kunden mit doppelseitigem Klebeband eine Art Maske aus Zewa ins Gesicht.

Außerdem werden nach jedem Kunden Scheren und Bürsten gereinigt und alle Plätze und Umhänge desinfiziert und gewaschen. „Wir halten uns sehr genau an die Hygienestandards“, betont Häußinger. Für die ersten beiden Tage habe man erstmal weniger Kunden angenommen, um alle an die neue Situation zu gewöhnen.

Man sei aber sehr froh, endlich wieder starten zu dürfen. Für die nächsten Wochen wünscht sich die Friseurin vor allem zwei Dinge: “Dass die Kunden sich trotz der Einschränkungen wohl fühlen und den Friseurbesuch genießen können und dass das ganze Team gut und gesund durch die Krise kommt.”


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