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Asylbewerber kommen später an - Gmund will auch Flüchtlinge aufnehmen

Die Hallen bleiben vorerst leer

Von Amelie Hagleitner

Am Mittwochabend erklärte Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn, dass die Asylbewerber am Freitag kommen würden. Seit heute früh laufen die Vorbereitungen in der städtischen Turnhalle auf Hochtouren.

Jetzt steht fest: Die Eile war umsonst – die Flüchtlinge kommen doch noch nicht. Derweil hat sich auch Gmund entschieden, eine eigene Halle für die Hilfesuchenden zur Verfügung zu stellen. Wann diese jedoch das Tal erreichen, steht derzeit in den Sternen.

Auch Bürgermeister Hans Hagn war heut Vormittag bei den Vorbereitungen in der Halle dabei
Auch Bürgermeister Hans Hagn war heute Vormittag bei den Vorbereitungen in der Halle.

In der alten Turnhalle in Tegernsee ist alles vorbereitet: Zwanzig Betten stehen dort und ein paar Spinde für Habseligkeiten. Im Nebenraum gibt es einen Waschbereich. Der Speiseraum befindet sich im ersten Stock. Am Außenbereich der Turnhalle wurden zwei Container aufgestellt. Dieser Anblick ist den fleißigen Helfern zu verdanken, die seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen sind.

Während es draußen in Strömen regnet, ist die beheizte Turnhalle erhellt. Die Asylbewerber sollen es warm haben, wenn sie ankommen. „Wir wollen es so schön gestalten, wie es geht“ , so Stephan Herbst, Helfer und Bauhoflehrling im Rathaus der Stadt Tegernsee. Natürlich weiß er, dass das nur bedingt möglich ist.

Flüchtlinge kommen frühestens am Montag

Seit den frühen Morgenstunden richten die Mitarbeiter aus dem Landratsamt die Halle ein. Um den Hallenboden zu schützen, wurde Teppichboden aus den großen Dreifach-Hallen sowie aus den Beständen des Hotels Bachmair Weissach verlegt. Auch über die Raumaufteilung wurde gesprochen: Laut Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn überlege man, Frauen und Männer mithilfe von Trennwänden separat unterzubringen. Dies sei in anderen Unterkünften nicht üblich.

Die Stimmung unter den Arbeitern wirkt indes entspannt. „Wir liegen gut in der Zeit. Bis 15 Uhr sind wir locker fertig“, so Herbst. Erst am späten Nachmittag wird klar, dass die Flüchtlinge am heutigen Tag nicht mehr ankommen werden. Geschäftsleiter Hans Staudacher erklärt gegen 17 Uhr auf Nachfrage:

Nach stundenlangem Warten wurde uns jetzt mitgeteilt, dass die Flüchtlinge heute nicht kommen.

Eigentlich wurde erwartet, dass die Neuankömmlinge bereits in München in der Kaserne angekommen sind. „Sie konnten dort allerdings nicht ausfindig gemacht werden“, so Staudacher. Der extra bestellte Bus muss daher heute leer zurück ins Tal fahren. Wann die Asylbewerber dann in die Turnhalle einziehen werden, steht noch nicht fest. „Wir erfahren frühestens am Montag, wie es weitergeht“, so Staudacher.

Die Gemeinde Gmund  stellt die alte Seeturnhalle direkt an der Seepromenade zur Verfügung.
Die Gemeinde Gmund stellt die alte Seeturnhalle direkt an der Seepromenade zur Verfügung.

Auch in Gmund tut sich derweil einiges in Sachen Unterkünfte. Nachdem Bad Wiessee in der gestrigen Sitzung noch fleißig nach Lösungen suchte, wurde in Gmund schon gehandelt. Die alte Seeturnhalle soll zukünftig als Unterbringung für Hilfesuchende genutzt werden. Eigentlich stand die Thematik erst auf der Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung. Aber wie es scheint, hat Bürgermeister Georg von Preysing die Dringlichkeit der Thematik erkannt und schnell gehandelt.

Die Eilentscheidung wurde zusammen mit dem Landratsamt getroffen. Heute ging dann eine E-Mail an alle Gemeinderäte, in der über die Aktion informiert wird. Man wolle, so die Gemeinde, sicherstellen, dass Heizung, Wasser und Toiletten in der Halle funktionieren. So ist Gmund zumindest gerüstet, wenn plötzlich ein Bus ankommen sollte. Nun ist also, wie in Tegernsee, das große Warten angesagt.

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