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Zwischenfazit in Sachen Gästeentwicklung

Die Kleinen holen auf

Von Nadja Weber

Die letzte Wintersaison endete mit einer äußerst positiven Bilanz der Tourismuszahlen. Doch „Skicross-bereinigt“ zeigt sich nun eine andere Tendenz: Die Großen schwächeln, die Kleinen holen auf.

Während die großen Tourismusgemeinden etwas schwächeln, holen Tegernsee und Kreuth deutlich auf.
Während die großen Tourismusgemeinden etwas schwächeln, holen Tegernsee und Kreuth deutlich auf.

Im Januar fand der Skicross Weltcup statt, im Februar lockten die Montgolfiade und die Luftschiffmeisterschaften viele Besucher ins Tal. Für den Jahresbeginn zeigten die Tourismuszahlen daher ein deutliches Plus. Im Februar verzeichneten die Talgemeinden einen Gästezuwachs um 17,88 Prozent und ein Plus von 19,23 Prozent bei den Übernachtungen.

Mehr Gäste – weniger Übernachtungen

Doch seitdem schlug die Statistik eine andere Richtung ein. Die bisherige Gesamtstatistik von Januar bis einschließlich April zeigt dies deutlich. Die bisher touristisch stärksten Gemeinden büßen heuer einige Prozentpunkte bei den Gäste- wie auch bei den Übernachtungszahlen ein. So weist Bad Wiessee rund tausend Übernachtungen weniger auf als noch im Vorjahr.

Auch Gmund folgt diesem Trend. Im Vergleich zu 2014 waren es heuer bisher insgesamt 13,70 Prozent weniger Übernachtungen. In Rottach-Egern sanken die Übernachtungen im März um 9,81 Prozent und im April um 5,60 Prozent.

Im Gegensatz dazu holen die kleineren Kommunen auf. Kreuth und Tegernsee stemmen sich gegen den Trend. Die Stadt verzeichnet als einziges Reiseziel sowohl positive Gäste- als auch Übernachtungszahlen. In den ersten vier Monaten kamen 8,51 Prozent mehr Gäste nach Tegernsee. Die Übernachtungen stiegen bis einschließlich April von rund 50.000 auf 52.749.

Vorreiter Kreuth

Den größten Zuwachs gibt es allerdings in der Gemeinde Kreuth. Mit einem Plus von 10,9 Prozent mehr Gästen hängt sie die anderen Gemeinden in Sachen Wachstum deutlich ab. Waren es im Vorjahr noch rund 48.000 Übernachtungen, steigt die Zahl dieses Jahr, ähnlich wie in Tegernsee, auf gut 52.000.

Josef Bierschneider, Bürgermeister von Kreuth, ist zwar über die bisherigen Ergebnisse erfreut, dennoch betont er: „Man sollte aus diesen vier Monaten noch nicht auf eine konkrete Entwicklung schließen, sondern das Ergebnis als Zwischenergebnis betrachten. Da die Zahlen jedes Jahr schwanken, kann sich das auch schnell wieder ändern.“

Nach Einschätzung des Tegernseer Bürgermeisters Johannes Hagn lässt sich anhand einer Gesamtbetrachtung dennoch ein Trend beobachten. Er erklärt: „Es ist klar erkennbar, dass die Gästezahlen im Tal steigen und die Übernachtungszahlen sinken. Das bedeutet, es kommen mehr Besucher, aber sie bleiben weniger lang im Tal.“ Diese Entwicklung bestätigt auch Georg Overs, Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH:

Der Trend ist sehr richtig benannt. Die Aufenthaltsdauer stabilisiert sich gerade auf niedrigem Niveau.

In der Folge steigen der Aufwand für die Betriebe und auch für das Marketing, so Overs weiter. Es bleibe vor allem der Sommer abzuwarten, bis man ein gültiges Fazit ziehen könne. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hoffen hierbei alle Betroffenen – egal ob Gast, Bürgermeister oder die TTT – aber vor allem auf eines: schönes Wetter.


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