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Die Kurve gekratzt

Die Bauarbeiten in Wiessees Ortsmitte neigen sich dem Ende zu. Morgen Mittag soll der Verkehr wieder fließen. Einer der neuralgischen Punkte: die Einfahrt in die Freihausstraße. LKW-Fahrversuche machten nun kleine Veränderungen notwendig.

Im Vordergrund die Verkehrsinsel, deren Bordsteine nicht abgesenkt werden dürfen. Gegenüber die Einmündung von der Freihausstraße, die nachgebessert wurde.
Im Vordergrund die Verkehrsinsel, deren Bordsteine nicht abgesenkt werden dürfen. Gegenüber die Einmündung von der Freihausstraße, die nachgebessert wurde.

Offenbar ist das Grummeln einiger Gewerbebetriebe in Bad Wiessee bis ins Rathaus vorgedrungen. Die Geschäftsinhaber hatten „Bedenken“, dass für sie nach der Umgestaltung des Lindenplatzes ein Engpass bei der Einmündung von der auf sechs Meter verengten Freihausstraße entsteht, der nicht folgenlos bleiben würde. Dem trug die Gemeinde Rechnung. Am Montag war Ortstermin, wie Geschäftsleiter Michael Herrmann auf Anfrage bestätigt.

Beim Fahrversuch waren neben drei örtlichen Unternehmen mit Schwerlastfahrzeugen auch die bauausführende Firma Willibald beteiligt. Es fanden mehrere Fahrversuche mit Sattelzügen statt. Ein Fahrer fuhr dabei über die Insel. Dies war aber eindeutig ein Fahrfehler.

Das Fazit der LKW-Tests sei, dass die Einfahrt von der Freihausstraße in den Lindenplatz „nicht überaus üppig“ sei. Aber anhand der Schnittkurven, die vorher festgelegt wurden, sei es möglich, in beide Richtungen nach Gmund und Rottach-Egern auszufahren. Die Planung sei zwar richtig, aber man habe die Schwachstelle erkannt und werde diese Bereiche fahrbahngleich asphaltieren und befestigen.

„Die Bordsteine wurden gleich am Montag noch etwas abgesenkt“, erklärt Herrmann. So hätte ein Fahrer noch etwas mehr Spielraum, wenn es nötig wäre. Auch längere Transportfahrzeuge hätten dadurch noch die Möglichkeit, in den Lindenplatz ein- und auszubiegen. „Wir wollten sogar die Verkehrsinsel bei der Einfahrt Richtung Gmund abflachen. Dies aber hat uns das Straßenbauamt untersagt. Ihr Argument war, dass der vorhandene Bordstein für die Sicherheit der Fußgänger notwendig sei. Im Ergebnis zeigen die Planungen, dass die Ein- und Ausfahrten funktionieren“, beteuert Herrmann.

Verkehrsinsel wird eingeebnet

Bei dem Ortstermin am Montag sei man auch gemeinsam zu dem Schluss gekommen, die Verkehrsinsel an der Einmündung Koglkopfstraße zu optimieren. „Wir wollen sicherstellen, dass die Gewerbetreibenden, der Abfallentsorger VIVO und der Schneepflug möglichst einfach in die Münchner Straße einbiegen können. Warum sollen wir uns dagegen sperren, wenn man die Situation noch verbessern kann“.

 Die Verkehrsinsel an der Einmündung Koglkopfstraße soll geebnet werden und die Blumen verschwinden.
Die Verkehrsinsel an der Einmündung Koglkopfstraße soll geebnet werden und die Blumen verschwinden.

Dies bedeute: Die beiden Blumenbeete werden durch Pflaster ersetzt. Dabei steht das im Widerspruch zur Äußerung von Bürgermeister Peter Höß. In der letzten Gemeinderatssitzung rügte er noch die Unternehmer, die sich über diese Verkehrsinsel aufgeregt hätten. Er habe dort noch nie eine „zusammengefahrene Blume“ gesehen. „Wir wollen den Ort schöner machen, deshalb brauchen wir schmälere Straßen“, so sein Credo.

Jetzt kommt es offenbar doch anders: Wenigstens die Ein- und Ausfahrmöglichkeiten an der Koglkopfstraße werden wieder breiter gestaltet.


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