Die leuchtende Magie des 1. Advents

Manchmal fühlt es sich an, als hätte sich der Himmel in diesem langen Sommer mit Tageslicht verausgabt und hätte nun kaum noch etwas übrig. Spät erst klettert die Sonne über die Bergkuppen des Tegernseer Tals und früh schon versinkt sie wieder. Dunkler und dunkler wird es in diesen Adventswochen, bis die Wintersonnenwende und damit das Weihnachtsfest das Licht zurückkehren lässt.

Einfach magisch der 1. Advent. / Foto: Redaktion

Doch gerade, weil die Schatten der Nacht immer länger werden, bekommen das Licht und mit ihm die leuchtenden Eindrücke in der Adventszeit eine besondere Bedeutung. Als Kind habe ich jeden Morgen bei der Busfahrt zur Schule die kleinen Christbäume gezählt, die mehr und mehr in den Nachbardörfern erstrahlten. Und wenn abends im Wohnzimmer die Kerzen entzündet wurden, breitete sich wie von selbst eine feierliche Stille bei uns aus.

Nach frostigen Nächten überzogen Eisblumen in unendlichen Mustern die Fenster unseres Hauseingangs. Stundenlang konnte ich mir die Nase am Küchenfenster plattdrücken, um den gefiederten Freunden beim Naschen im Vogelhäuschen zuzusehen: den Meisen, Amseln und bunten Stieglitzen, dem Dompfaff-Männchen mit roter Brust und manchmal, als seltenem Gast, auch dem Buntspecht, der mit Vorliebe die Haselnüsse stibitzte.

Am Schönsten aber war es stets mit den Großeltern auf einen der großen Christkindlmärkte zu gehen. Auf den Schultern meines Opas sitzend, baumelten mir die glitzernden Glasperlensterne, Weihnachtskugeln, Miniaturtrompeten, Wachsengerl und Strohfiguren regelrecht um die Nase. Ich konnte mich an all den farbenfroh funkelnden Marktwaren gar nicht sattsehen – und es kaum erwarten, dass sich die ganze Familie am Heiligen Abend am Christbaum in der Stube zum Feiern versammelte …

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