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Anwohner fordert Maßnahmen von Polizei und Gemeinde

Die LKW-Raser von Ostin

Von Maxi Hartberger

LKWs rasen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h durch die Ortschaft, Kinder spielen am Straßenrand – so beschreibt ein Anwohner die Verkehrssituation in Ostin. Doch die Behörden sehen bisher keinen Grund zur Sorge. Einzig eine Geschwindigkeitsanzeige könnte zum Kompromiss führen.

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Die Redaktion hat vor wenigen Tagen einen Leserhinweis über die Verkehrssituation in Ostin erhalten. Die TS hat mit dem betroffenen Anwohner gesprochen. Scheinbar sollen PKWs, vor allem aber LKWs, mit extrem überhöhter Geschwindigkeit durch die Ortschaft Ostin rasen. „Sie brettern teilweise mit 80 km/h durch den Ort, ohne Rücksicht auf Kinder, Fußgänger oder Tiere zu nehmen.“

Laut dem Anwohner sei es sowohl eine Gefährdung des Straßenverkehrs, als auch der Fußgänger oder gar der Kinder, die morgens auf ihren Schulbus warteten. Doch scheinbar sehe sich die Gemeinde Gmund bisher nicht in der Pflicht, etwas an der Situation zu ändern: „Die Gemeinde hat zu mir wortwörtlich gesagt, dass bisher ja nie was Schlimmes passiert ist.“ Er ist der Überzeugung, dass sich das bald ändern könnte, sofern keine Maßnahmen ergriffen werden.

Denn die Anzahl der LKWs habe in den vergangenen 14 Tagen sehr zugenommen. Zwar würden auch sonst Autofahrer mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch den Ort rasen, doch er vermute, durch die Sperrung der B472 führen nun auch mehr Laster durch Ostin und „die dabremsen das ja gar nicht, wenn da plötzlich ein Kind auf die Straße läuft“.

Nicht jede Beschwerde wird ernst genommen

Wegen der Sanierungsarbeiten an der B472 musste der Verkehr unter anderem über die Staatsstraße 2076 und B318 umgeleitet werden. Bis Freitag, den 24. Juli, wird diese Sperrung noch andauern. So lange wird auch das Verkehrsaufkommen in Ostin weiter so hoch bleiben, denkt auch Annemarie Heizmann vom Bauamt der Gemeinde Gmund.

Auch sie habe von der Beschwerde des Anwohners mitbekommen und habe seit gestern einen Antrag für einen Geschwindigkeitsdisplay vorliegen. Die Gemeinde will jedoch vorher noch mit Hilfe eines TOPO-Geräts eine Verkehrsanalyse erstellen und sich mit der Polizeiinspektion Bad Wiessee in Verbindung setzen, ob eine Maßnahme ergriffen werden sollte. „Eventuell kommt das Thema dann auch in den Gemeinderat“, so Heizmann.

Wolfgang Strobl von der Polizei Bad Wiessee kennt die Problematik in Ostin. „Bestimmte Anwohner reichen immer wieder eine Beschwerde wegen überhöhter Geschwindigkeit ein.“ Das sei kein Einzelfall. Seit Jahren beschwerten sich Bewohner immer wieder, das sei nicht nur in Ostin so.

Wir nehmen das nicht mehr ganz so ernst, denn das sind subjektive Wahrnehmungen mancher Anwohner.

Dennoch glaubt auch Strobl, dass der Antrag auf ein Geschwindigkeitsdisplay durchaus bei solch einer Verkehrssituation eine Möglichkeit sei. „So ein Display wäre sicherlich eine sehr gute Lösung für Ostin.“ Damit einhergehend hätte die Polizei eine gute wie auch objektive Auswertungsreihe und könnte daraus genauere Schlüsse ziehen.

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