Der Moosbach als Streitpunkt

Um Gmund vor Hochwasser zu schützen, muss der Moosbach im Ortsteil Moosrain ausgebaut werden. Anwohner sehen ihre Grundstücke in Gefahr. Jetzt haben dort erste Vermessungen stattgefunden.

Ausbau Moosbachs: Mögliche Gestaltungsvarianten werden mit den Anliegern am 2. Juni 2016 besprochen
Der Moosbach soll ausgebaut werden. Die verschiedenden Varianten sollen nun mit den Anliegern besprochen werden.

Seit 2007 arbeitet die Gemeinde Gmund an dem Projekt „Hochwasserschutz am Moosbach“. Der Hochwasserschutz ist dabei auf ein sogenanntes hundertjähriges Hochwasserereignis ausgelegt. Ein Speicherbecken befindet sich südwestlich von Moosrain. Im Falle eines Hochwassers muss beim Grundablass des Beckens eine gewisse Menge Wasser abgelassen werden. Dieses Wasser wird ins Bett des Moosbachs abgeleitet. “Daher ist der Ausbau des Moosbachs notwendig”, sagt Ludwig Bergmann vom Gmunder Bauamt.

Zwischen Gemeinde und Anliegern kam es im Verlauf der Planungen zum Streit, weil der Hochwasserschutzwall bis in die Vorgärten der Anlieger geplant war. Diese fürchteten, dass ihre Grundstücke dadurch an Wert verlieren könnten. Auch eine Enteignung der Grundstücke stand im Raum. So versuchten die Anwohner mit einer Petition im Bayerischen Landtag die Maßnahmen zu verhindern. Doch im März 2014 lehnte der Petitionsausschauss den Antrag ab.

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Begehungstermin für Bachanlieger

Die Gmunder Verwaltung zeigte sich jedoch gesprächsbereit. So suchte man gemeinsam mit den Anwohnern nach Lösungen. Mittlerweile hat das Münchner Ingenieurbüro SKI, das mit den Hochwasserschutzmaßnahmen beauftragt wurde, vier mögliche Varianten vorgestellt.

Am 02. Juni soll nun die Ufergestaltung vor Ort mit den 14 betroffenen Anwohnern im Bereich der Schaftlacher Straße diskutiert werden. „Die Anwohner sind von uns alle angeschrieben worden“, teilt Bergmann mit. Das Ufer müsse erhöht werden und könne mit Beton- oder Spundwänden, Natursteinmauern oder Gabionen (Drahtschotterkästen) befestigt werden, so der Verantwortliche im Gmunder Bauamt:

Es geht bei diesem Termin darum, gemeinsam mit den Anwohnern mögliche Befestigungen und verschiedenen Gestaltungsvarianten abzustimmen.

Dabei so Bergmann wolle man herausfinden, welche Lösung die größtmögliche Akzeptanz bei den Anliegern findet. Vorab habe bereits eine Begehung mit dem Vermessungsbüro stattgefunden. Die Lagen der südlichen und nördlichen Bachanlieger seien schon geprüft und die Höhen der Uferbefestigungen abgemessen worden.

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