Traditionen rund um den Maibaum
Diebstahl, Bier und Tradition: Der Maibaumklau in Bayern

Der Maibaum: weit mehr als ein hübscher Stamm. Was genau hat es mit diesem Brauch auf sich? Wie war das mit der Maibaumwache und woher kommt der Baum überhaupt?

Hau Ruck! Maibaum-Aufstellen – eine Kunst für sich.

Die Maibaumspende

Traditionell wird der Maibaum gespendet. Der Mariensteiner Baum kommt aus dem Ort: “Das Waldgebiet ist in der Nähe des schwarzen Kreuzes und gestiftet wird unser Baum vom Fichtner Andy”, meint Karl Giglberger stolz, 1. Vorstand des Feuerwehrvereins Marienstein.

Auch in Waakirchen kommt der Baum aus der Region: “Stifter unseres Maibaums (Waakirchen) ist heuer, Glonner Johann (Fuchsbichl Riedern)”, erklärt Schorsch Noha, vom Trachtenverein Waakirchen-Hauserdörfl.

Den Baum erbeuten

Wenn der 1. Mai näher rückt, beginnt in vielen bayerischen Gemeinden ein spaßiger Konkurrenzkampf. Um den Baum zu stehlen, stellen die Burschen ihre Fähigkeiten als Taktiker und Banditen unter Beweis. Maibaum-Diebe müssen den Baum über die Gemeindegrenze bringen, um als erfolgreich zu gelten. Wer innerhalb der Grenze erwischt wird, muss ihn zurückbringen, auch wenn das Ziel schon fast erreicht ist. Zurück bekommt man den Maibaum (fast) immer nur mit einer Abfindung, meistens bestehend aus einigen Fässern Bier für die Diebesbande.

Unser erster Maibaum 2009 wurde uns gestohlen. Da wir sehr unerfahren in die Sache gegangen sind, war es für die Maibaumdiebe relativ leicht. Die Auslöse des Baumes hat die obligatorischen 50 Liter Bier deutlich überschritten. Karl Giglberger, 1.Vorstand Feuerwehrverein Marienstein

Selbstverständlich gibt es Vorkehrungen, denn zu leicht darf es ja auch nicht sein: Die nächtliche Maibaumwache hält stets Augen und Ohren offen.

Die Maifeier

Natürlich wird dann ausgiebig gefeiert. In Marienstein darf man sich dieses Jahr sogar erstmals auf eine musikalische Überraschung freuen. In Waakirchen geht es noch weiter mit der Tradition.

Mit dem Spruch, “Oar und Soitz, Butter und Schmoitz Gott erhoids, Maibettler han do wir bittn um a gloane Spend fürn Trachtenverein”, ziehen dann, im Gemeindegebiet, die Maibettler von Haus zu Haus. Schorsch Noha vom Trachtenverein Waakirchen-Hauserdörfl.

Hier haben wir die Infos zu den Festen am 01. Mai verlinkt.

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