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Strom aufwärts, aber mit weniger Energie

Ein Energie-Coach für Gmund

Von Nicole Kleim

Wieviel Energie wird verbraucht? Wo kann man Energie einsparen? Wie wird man den gesetzlichen Anforderungen an die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes gerecht? Bei der Beantwortung dieser Fragen bekommt die Gemeinde Gmund jetzt wider Erwarten männliche Unterstützung.

Wie man privat Energie einsparen kann, wurde auf der Bürgerversammlung im März veranschaulicht: Mit Infrarotthermometer, LED-Lampen, Entlüftungsschlüssel, Zeitschaltuhr und Luftsprudler kann der Bürger seinen Haushalt auf Energieeinsparungen hin prüfen. / Archivbild

Über eine Ausschreibung hat die Gemeinde Gmund ihn quasi „gewonnen“: Einen Energie-Coach. „Man habe bloß einen zweiseitigen Antrag bei der Regierung von Oberbayern ausfüllen müssen“, erklärt Gmunds Geschäftsleiter Florian Ruml in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Jetzt sei prompt die Zusage gekommen.

Maximal 10.000 Euro stellt der Freistaat pro Kommune für eine solche Person zur Verfügung. 100.000 Euro wurden dafür in diesem Jahr insgesamt eingeplant. Die Gemeinde Gmund hat auch schon jemanden ins Auge gefasst: Andreas Scharli, Energiemanager der in Penzberg sitzenden Energiewende Oberland (EWO).

Er wird die Gemeinde nun quasi kostenlos beraten, wenn es um Themen wie a) erneuerbare Energien b) Energieeffizienz und c) Energieeinsparmaßnahmen geht. Das Erstgespräch findet laut Ruml im Dezember statt.

Fördermittel nutzen

Auch werde er eine energetische Bestandsaufnahme der Gebäude vornehmen und eine Wirtschaftlichkeitsstudie erstellen, teilte Ruml mit. Dadurch, dass die gesetzlichen Anforderungen an die energetischen Eigenschaften von Gebäuden in den letzten Jahren immer wieder verschärft worden sind, sind Hauseigentümer inzwischen verpflichtet, zu modernisieren und beispielsweise alte Heizungsanlagen zu ersetzen. Die vom Energie-Coach empfohlenen Maßnahmen sollten dann in einem Zeit- und Handlungsplan erfasst werden.

Viele Maßnahmen werden gefördert. Oft ist aber nicht klar, welche Förderprogramme genutzt werden können, deshalb soll ein Energieberater aus dem Dschungel der Möglichkeiten die passenden herausfiltern und auch Tarifangebote vergleichen.

Die Kosten für Maßnahmen, die aufgrund dessen umgesetzt werden, muss die Gemeinde dann allerdings selbst tragen. Überhaupt ist viel Eigenengagement gefragt. Zunächst aber stehe eine Bestandsaufnahme aller Gebäude an, erklärte Bürgermeister Georg von Preysing. Dafür werde man auch den Arbeitskreis Energie einbinden. Erst dann werde der Gemeinderat hinzugezogen.


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