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Der Bestand von Fremdenzimmern schrumpft

Ein Gästehaus weniger in Bad Wiessee

Seit 1975 wird das Landhaus „Am Bergwald“ an der Pfirnleite oberhalb von Bad Wiessee touristisch genutzt. Dies dürfte bald vorbei sein, denn Eigentümer Reiner Dürbeck möchte das Gästehaus aufgeben und stattdessen Mietwohnungen errichten. Allein um fehlende Abstände sorgte sich der Bauausschuss.

Im südlichen Teil des Landhaus „Am Bergwald“ sollen Mietwohnungen entstehen

Das Haus sei mit seiner ruhigen und dennoch zentralen Lage optimal für verschiedene Aktivitäten, ist auf der Homepage des bisherigen Gästebetriebs nachzulesen. Aktivitäten entwickelt auch Eigentümer Dürbeck. Er will laut Bauamtsleiter Helmut Köckeis nach einem Ortstermin den südlichen Teil des langestreckten Baus abreißen und durch einen halben Meter höheren Neubau ersetzen. Bisher sei das Landhaus „Am Bergwald“ seit 1975 touristisch genutzt worden. Mit einer Nutzungsänderung sollen nun stattdessen sechs Mietwohnungen in dem Gebäude „integriert“ werden.

„Kompliziert“ sei die Anordnung der insgesamt 14 Stellplätze. Diese müssten auf zwei Grundstücke der Eigentümer verteilt werden. Notwendig werde auch eine Abänderung der gemeindliche Abstandsflächensatzung, so Köckeis, da die Abstände mit sechs Metern „nicht eingehalten“ würden. Nur eineinhalb Meter betrage der Abstand entgegen der bayerischen Bauordnung zum Nachbargrundstück, das aber ebenfalls der Familie Dürbeck gehört. Doch dafür gebe es bereits eine schriftliche Abstandsflächenübernahme.

Verschiebung der Grundstücksgrenze angeregt

Der Bauausschuss habe nun über die Erhöhung des Neubaus, die Nutzungsänderung und die fehlenden Abstandsflächen zu entscheiden. Die Umwandlung der Wohnungen mache Sinn, meinte Klaudia Martini (SPD). Probleme aber habe sie mit den Abstandsflächen. Diese könnten nach Meinung von Martini durch eine Verschiebung der Grundstücksgrenze geregelt werden. „Dann hätten beide Gebäude mit jeweils drei Metern den Mindestabstand“ und für die Zukunft geregelte Abstände. Diese „zukunftsweisende Lösung“ teilte Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block). Anders urteilte Kurt Sareiter (CSU), er möchte Bürger nicht mit unnötigen aber „saftigen Vermessungsgebühren belasten“. Dem widersprach Bernd Kuntze-Fechner (SPD) als Anwalt: „Gewährte Abstandsübernahmen können Probleme bereiten“.

Markus Trinkl (Wiesseer Block) lag die Nutzungsänderung bei älteren Eigentümern am Herzen. „Dieses Thema“ sei virulent, da Erben andere Vorstellungen hätten. Hier aber würden die drei Kinder das Haus erhalten und renovieren wollen. „Das ist schön, dass sich junge Leute um ihre Heimat kümmern und daraus Mietwohnungen auch für Einheimische machen“. Entscheidend für Trinkl sei, dass die Familie die Immobilie nicht verkaufen wolle, sondern „vor Ort“ bleibe.

Einstimmig folgte ihm der Bauausschuss. Allerdings mit dem Zusatz von Martini, dass der Bauwerber besser beraten wäre, den Mindestabstand einzuhalten.


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