Ein Herbstfest der Fülle

von Ursula Weber

Auch wenn vielerorts die Veranstaltungen im Tal noch rar sind, so wird trotzdem am heutigen Sonntag und morgigen Montag hier und dort Kirchweih gefeiert. In kleinerem Kreis zwar, aber umso fröhlicher. Geht es doch um die Dankbarkeit für einen fruchtbaren Sommer und eine gute Ernte, für gewinnbringende Arbeit und üppige Vorräte für den nahenden Winter.

Das aktuelle TS-Kalenderblatt von Nina Häußinger.

Kirchlicherseits kam zu dieser uralten Tradition noch das Fest zur Weihe der Kirche dazu und schon gab es reichlich Grund zum gemeinsamen Essen, Trinken, Musizieren und Tanzen.

Ob nun heidnischer Brauch oder christliches Fest, es inspiriert dazu, auch seinen persönlichen Erntedank zu feiern. Einen Blick auf all die Geschenke und erfüllenden Erlebnisse dieses Jahres zu werfen. Vielleicht auch wahrzunehmen, was oftmals so selbstverständlich geworden ist: das sichere Dach über dem Kopf, eine schmucke Wohnung mit Heizung und warmem Wasser, einen gefüllten Kühlschrank und meist schon überfüllten Kleiderschrank…

Viele Menschen, die schwere Not erlebt haben, erzählen im Rückblick, wie sehr ihnen Dankbarkeit und Wertschätzung der kleinsten Dinge über diese schwere Zeit hinaus geholfen haben. Dass beides ihren Blick verändert hat und ihnen Mut gemacht hat, weiter an die Zukunft zu glauben. Um wie viel einfacher dürfte es da für die meisten von uns heute sein, den Reichtum unseres Lebens hier zu würdigen und sich darüber zu freuen. Dazu gilt es kurzerhand aus dem Konsum-Zeitgeist des ständigen “Zu-wenig” und “Geiz-ist-geil” auszusteigen und stattdessen frohgemut mit dem Herbstfest der Kirchweih die Fülle zu feiern!

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