Ein Jahr – 181.264 Impfungen

von Sascha Salmen

Wer Kontakt zu einer mit Omikron infizierten Person hatte, muss sich nun an strengere Quarantäne-Regelungen halten. Ab Januar gibt es Einschränkungen bei der Impfstoff-Wahl für über 30-Jährige. Außerdem wird im Landkreis Miesbach nun seit einem Jahr geimpft – was wurde seitdem erreicht?

Die Corona-Zahlen für den Landkreis Miesbach, Stand: 27.12.21/ Quelle: Landratsamt Miesbach

Die Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt heute, am 28. Dezember, bei 188. Damit bleibt der Wert ähnlich wie über die Weihnachtstage niedriger als zuvor. Die niedrige Zahl der Neuinfektionen sei möglicherweise darauf zurückzuführen, dass an den Weihnachtsfeiertagen die Arztpraxen geschlossen haben und weniger getestet wurde, verweist das Landratsamt (LRA) Miesbach im aktuellen Corona-Update.

Omikron im Landkreis unterwegs

Die Virus-Mutation Omikron wurde im Landkreis Miesbach bisher bei 18 Personen nachgewiesen. „Die Fälle sind nicht mehr allein auf Reiserückkehrer zurückzuführen“, bestätigt das LRA. Die Mutation gilt als ansteckender als die bisherigen Virus-Varianten. Das Gesundheitsamt beobachtet teilweise bereits nach zwei bis drei Tagen nach dem Kontakt mit einer infizierten Person Krankheitssymptome bei engen Kontaktpersonen. Das LRA erklärt die aktuelle Situation weiter:

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Nach Angaben des Gesundheitsamtes werden seit letzter Woche alle PCR-Proben variantenspezifisch durch die Labore untersucht.

Ärzte raten bei klassischen Erkältungssymptomen und typischen Corona-Symptomen zeitnah einen Selbsttest. Noch besser wäre ein PoC-Schnelltest. Wer mit einer mit Omikron infizierten Person Kontakt hatte, muss in eine 14-tägige Quarantäne – egal ob geimpft, ungeimpft oder genesen. Auch ein Freitesten ist bei Kontakt zu Omikron nicht mehr möglich. Das Landratsamt Miesbach hat in einer Übersicht die Handlungsempfehlungen veranschaulicht, die zur Orientierung als Kontaktperson oder bei positivem Test helfen.

Ein Jahr Corona-Schutzimpfung im Landkreis

Vor gut einem Jahr, am 27. Dezember 2020, wurde im Landkreis Miesbach die erste offizielle Corona-Impfung durchgeführt. Renate Zehetmeier, Bewohnervertreterin im Seniorenzentrum Der Schwaighof in Tegernsee, hat sich als erste im Landkreis piksen lassen. Nun berichtet das Landratsamt Miesbach:

Seither wurden durch das Impfzentrum 41.284 Erstimpfungen, 37.853 Zweitimpfungen und 19.767 Auffrischungsimpfungen verabreicht. Die niedergelassenen Ärzte im Landkreis tätigten seither 29.843 Erstimpfungen, 31.231 Zweitimpfungen und 21.286 Auffrischungsimpfungen.

Allein in der vergangenen Woche seien durch das Impfzentrum 2.951 Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen vorgenommen worden. Spitzenreiter war der 22. Dezember mit 700 Impfungen an einem Tag. Aber auch an den drauffolgenden Weihnachtstagen sei die Nachfrage groß gewesen. Am 24.12.21 waren es 142 Impfungen, am 25.12.21 erfolgten 303 Impfungen und am 26.12.21 wurden 425 Impfungen verabreicht.

Keine Wunschimpfung für über 30-Jährige

Da die Liefermengen des Impfstoffs BioNTech an die Impfzentren weiter durch die Regierung reglementiert werden, gibt es ab Januar Einschränkungen. Ab 2022 wird der BioNTech-Impfstoff für Auffrischungsimpfungen nur noch für die von der STIKO empfohlenen Gruppen wie zum Beispiel Schwangere und Personen unter 30 Jahren verwendet. Aber auch Personen, die als Erstimpfung BioNTech erhalten haben, erhalten als Zweitimpfung ebenfalls BioNTech. Auffrischungsimpfungen und Erstimpfungen für Personen über 30 Jahren gibt es ab 1. Januar nur noch mit dem Impfstoff von Moderna. Bei Erstimpfungen ist auch Johnson und Johnson möglich.

Auffrischungsimpfungen werden aktuell nur für über 18-Jährige empfohlen. Ausgenommen sind im Einzelfall Immungeschwächte und Jugendliche, die zum Beispiel in der Pflege oder im Krankenhaus arbeiten.

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