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Was es mit dem Symbol auf sich hat

Ein leuchtendes Hoffnungszeichen am Wallberg

Von Maxi Hartberger

Gestern Abend dürften sich einige Tal-Bewohner über ein leuchtendes Kreuz am Wallberg gewundert haben. Dahinter steckt eine besondere Botschaft, die Pfarrer Monsignore Walter Waldschütz und der Trachtenverein D’Wallberger an die Menschen am Tegernsee schicken wollen. Wir wissen, was es mit dieser leuchtenden Botschaft auf sich hat.

Ein leuchtendes Symbol der Hoffnung am Wallberg.

Gestern Abend erleuchtete am Wallberg plötzlich ein großes Kreuz. Viele Menschen im Tal beobachteten das Spektakel und teilten Fotos auf den Sozialen Netzwerken. Heute meldet sich nun Pfarrer Monsignore Walter Waldschütz zu Wort und erklärt, was hinter dieser leuchtenden Botschaft steckt.

Ich bin überwältigt und zutiefst dankbar, was hier an einem Tag geschehen ist.

In diesen dunklen Zeiten mit immer wieder schlimmen Nachrichtigen will Waldschütz nun die Freude über dieses besondere Projekt teilen. Sein Ziel war es, über die Osterfeiertage ein Hoffnungszeichen am Wallberg leuchten zu lassen. Doch der Weg dahin war gar nicht so einfach. „Noch gestern sah es so aus, dass wir keine Chance haben, das Hoffnungssymbol, unser Zeichen Christi des Erlösers, an unseren Wallberg zu senden“, so Waldschütz.

Große Unterstützung von allen Seiten

Als er die Idee hatte, wandte er sich zunächst an Anton Maier, Vorsitzender des Trachtenvereins D’Wallberger, „weil wir schon öfters über das Wallbergkreuz gesprochen und auch dessen Jubiläum gefeiert haben.“ Das erste Vorhaben, das Wallbergkreuz anzustrahlen, war allerdings technisch unmöglich. „Ich habe dann Anton Maier vorgeschlagen, was er von einem Laserkreuz an den Wallberg hält“, so Waldschütz weiter. „Er war nicht nur einverstanden, sondern auch begeistert.“

Daraufhin hat auch Rottachs Bürgermeister Christian Köck (CSU) sofort seine Unterstützung zugesagt. „Ich habe dann beim Landratsamt Miesbach angefragt, die Zuständige hat zunächst abgesagt, hat mich an die Regierung mit wenig Hoffnung verwiesen.“ Doch Pfarrer Waldschütz gab nicht auf. „Obwohl der leitende Verwaltungsdirektor des Miesbacher Landratsamts Martin Pemler ständig im Krisenstab beschäftig war, hat er in den Gesetzen so viel heraus gefunden, dass es doch möglich sein müsste, aber eine wichtige Biologin müsste dies noch prüfen und zustimmen.“

Während Maier schon mit der Fachfirma Kontakt aufgenommen hatte, hat Waldschütz die Biologin erreicht, die aus Ihrer Sicht keinerlei Bedenken geäußert habe. „Große Freude umkam uns, bis wir dann den Preis hörten: Sonderpreis für drei Abende, 2.700 Euro.“ Ernüchterung stellte sich ein. „Sofort aber sagte Herr Maier von den Wallbergern 100 Euro zu, Bürgermeister Köck, auf dessen Wiese die Gerätschaft aufgestellt wurde, gab aus Gemeindekasse 500 dazu, Herr Essenfelder von der Fachfirma 100 Euro und ich legte noch 200 drauf, falls nötig auch mehr“, beschreibt Waldschütz die große Hilfsbereitschaft.

Ein leuchtendes Kreuz über die Feiertage

Doch damit nicht genug. Auch der Haushalts- und Personalausschuss (HuP) des Pfarrverbands sagte binnen weniger Stunden mehrheitlich zu, die noch restlichen 1.800 Euro draufzulegen. Das sei nun aber gar nicht mehr nötig. Denn als weiteres Wunder bezeichnet Waldschütz die zusätzlichen Hilfsangebote von anderen Personen, unter anderem auch die Stadt Tegernsee, einige Mitglieder des Pfarrverbands und der Seelsorger, sodass dann nur noch 400 Euro auf den HuP fallen.

Gestern fand der Probedurchlauf statt. / Quelle: Kilian Kölbl

Am Donnerstag-Abend war es dann soweit und es konnte ein erster Probedurchlauf gestartet werden. Pfarrer Waldschütz und D’Wallberger schafften es mit der Unterstützung und Hilfe von vielen Menschen im Tegernseer Tal, ihr Projekt umzusetzen. Waldschütz freut sich:

Ab Karfreitag bis Ostersonntag wird nun immer von 20.45 bis 22.15 Uhr das Kreuz mit Hilfe von Lasern an unseren Wallberg gestrahlt.

Man habe sich in diesen Tagen bemüht, immer wieder Zeichen der Hoffnung, der Gegenwart zu setzen. „Wir haben viele Menschen vom Seelsorgeteam angerufen, wir haben in Altenheime für Bewohner und Helfer eine Grußkarte mit einem Brief unseres Kardinals und Schokolade gebracht, wir haben jeden Tag eine Liturgische Aktion gestaltet, wir haben eine Postwurfsendung an Haushalte geschickt mit Hilfen und Hinweisen“, so Waldschütz.

Doch das sei noch nicht genug: „Ich denke, für diese Drei Heiligen Tage braucht es in dieser dunklen Zeit auch ein leuchtendes Hoffnungszeichen, an diesem Zentralfest des Glaubens. Das Kreuz ist für uns Christen das Heil, hierin hat uns Christus erlöst. In dieser schweren Zeit der Corona Pandemie bitten wir auch um Erlösung. Möge uns dieses Kreuz auch Hoffnungszeichen sein!“, so Waldschütz abschließend.


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