Eisdecke auf dem Tegernsee fast komplett geschlossen

Einbrechen auf eigene Gefahr

Von Steffen Greschner

Ergänzung vom 10. Februar 2012 / 12:01 Uhr
Ob der zugefrorene See nun hält oder nicht, er ist auf alle Fälle gut für schöne Aufnahmen. So wie das folgende Video zeigt, dass vor ein paar Tagen von einem kleinen Motor-Flugzeug aufgenommen wurde.

Schöne Bilder vom teilweise zugefrorenen Tegernsee aus der Vogelperspektive. Sehenswert!

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Ursprünglicher Artikel vom 8. Februar 2012:

Der Volksmund sagt: Etwa alle sieben Jahre friert der Tegernsee komplett zu. Das bedeutet jedoch nicht, dass dann auch gleichzeitig die Eisfläche an allen Stellen tragfähig ist. Auch nicht im Uferbereich, wie Thomas Six, Leiter der Tegernseer Tourist Info betont.

Offizielle Messungen darüber, wie dick die Eisschicht bereits ist, wurden laut den Behörden noch nicht durchgeführt. Hans Staudacher, Geschäftsleiter der Stadt Tegernsee betont, dass es eine quasi Freigabe von offizieller Stelle sowieso nicht geben werde. Das bedeutet: „Betreten auf eigenes Risiko. Achtung: Lebensgefahr!“

Die Seenschifffahrt hat vor vier Tagen den Schiffsverkehr eingestellt.

Dass die Behörden für den Tegernsee keine Verantwortung übernehmen wollen und können erklärt Jan Björn Potthast von der Pressestelle der Bayerischen See- und Schlösserverwaltung folgendermaßen:

Bei Gewässern mit Zu- und Abflüssen ist das immer schwierig. Am Ende ist es einfach ein Problem der Haftung, wenn tatsächlich mal etwas passiert sollte. Von uns gibt es daher auch kein grünes Licht für den Tegernsee, egal wie dick das Eis wird.

Ohne Stöckelschuhe auf den See

Als Orientierung wird immer wieder eine Eisdicke von 15 Zentimetern genannt. Das sei in der Regel dick genug, damit das Eis einen Menschen trägt. Aber Vorsicht: Es gilt das physikalische Gesetz „Kraft pro Fläche“. Wer es also wagt den See zu betreten, sollte keine Stöckelschuhe tragen.

So ganz genau ist die derzeitige Dicke des Eises nicht bekannt. Erst seit heute Nacht kann man von einer nahezu kompletten Vereisung sprechen. Doch der Tegernsee habe laut Thomas Six relativ viele Unterwasserströmungen. In der Nähe von Zuflüssen sei das Eis in der Regel sowieso deutlich dünner.

Gleichzeitig bedeckt der Schnee dünne Stellen. Die Gefahr ist auf den ersten Blick oft nicht zu erkennen, so Wolfgang Winkler von der Freiwilligen Feuerwehr Tegernsee. „Wenn jemand einbricht, müssen wir ausrücken.“ Winkler appeliert daher an die Vernunft der Menschen. „Das Eis ist einfach zu dünn. Das Risiko viel zu groß.“


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