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So wird die Gmunder Verkehrsinsel zum Testgelände

“Eine ganz normale Bienenweide”

Gmund hatte zuletzt das ein oder andere zu besprechen: Die Parkplatznot in Kaltenbrunn zum Beispiel, und Bienenkolonien auf der Verkehrsinsel bei Seeglas. Jetzt meldet sich der zu Wort, der die Idee öffentlich ins Spiel brachte: Bürgermeister Preysing.

Nachdem das Summen der Baumaschinen verstummt ist, können hier schon bald Bienenvölker eine neue Heimat mit -zugegeben - toller Nähe zum See finden.
Nachdem das Summen der Baumaschinen verstummt ist, können hier schon bald Bienenvölker eine neue Heimat mit zugegebenermaßen toller Nähe zum See finden.

Der Gmunder Rathauschef Georg von Preysing hat den umtosten Kreisel zur Öko-Modellregion für Bienen erklärt, die nun dort ihr Paradies zwischen den Abgasen erhalten sollen. Seitdem hagelt es Spott, Kritik und Zustimmung für seine Idee, die dem Kreisel bei Seeglas gilt.

Letztere vor allem vom örtlichen Imkerverein, der klarmachte, „dass sich die Schadstoffe im Wachs ablagern und nicht im Honig“, so Preysing zu den Baumaßnahmen im Kreisel, die jetzt beendet wurden. „Wir hatten ja beschlossen, dass wir keine Kunst aufstellen und dafür eine ganz normale Bienenweide machen“.

“Man riet uns zu einem Magerrasen”

Er habe mehrere Vorschläge bekommen, wie diese aussehen müsse. Deshalb habe man sich in der Hochschule von Weihenstephan informiert. „In Freising riet man uns zu einem Magerrasen mit unterschiedlichen Blumensamen, damit da viele Monate etwas blüht“.

Preysing sprach von verschiedenen Blühdekaden den ganzen Sommer über. Eingefasst wird die Bienenweide von einer hohen Steinumrandung, zu der sich der Bauhof bewusst entschlossen habe. „Da es immer wieder vorkam, dass unvorsichtige Autofahrer in den Kreisel rauschten“, begründete Preysing die Mauer:

Jetzt überlegt sich das sicher jeder vorher, ob er über die Grünfläche fährt.

Notwendig sei auch ein Bodenaustausch mit einem entsprechenden Humus gewesen. Der tiefere Sinn des Unterfangens sei, „dass dies eine Testfläche ist. Wenn diese den Bürgern gefällt, können wir auch größere Flächen so gestalten“. Und wenn der Honig vom Kreisel schmeckt, lässt sich dieser als Öko-Modellregion vielleicht auch ausbauen.


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