Nach Verkehrsunfall mit Fahrerflucht - Vater des Opfers äußert sich
“Der Fahrer hätte helfen müssen”

von Nicole Kleim

Der 37-jährige Radfahrer, der am Montagnachmittag gegen 14 Uhr von der Moni-Alm in Richtung Enterrottach kommend, von einem weißen Van von der Straße gedrängt wurde, musste noch am Montag drei Stunden lang operiert werden. Ein besorgter Vater berichtet.

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Ein kurzes Video von der Unfallstelle

„Der Fahrer des weißen Van hätte Erste Hilfe leisten müssen“, sagt der aus Rottach-Egern stammende Vater des 37-Jährigen. Auch zwei Tage nach dem Unfall seines Sohns ist er sichtlich erschüttert. Offensichtlich sei der weiße Transporter dem Münchner auf der Suttenmautstraße mit überhöhter Geschwindigkeit auf der gleichen Spur entgegengekommen.

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„Der ist die Kurven nicht ausgefahren“, so gibt der Vater die Erinnerung des Radfahrers weiter. Sein Sohn hätte entweder nur die Wahl gehabt, die 30 Meter tiefe Böschung links herunterzuspringen oder auf der Straße zu bleiben. Aus Panik sei er dann vom Radl gesprungen und in den Felsen rechts der Fahrbahn geknallt.

Operation gut überstanden

„Der Fahrer des weißen Sprinters hätte nicht nur sehen müssen, dass mein Sohn ausweicht, er hätte auch den Aufprall hören müssen“, ist sich der Rottacher sicher. Stattdessen sei der Autofahrer weitergerast und ließ den Schwerverletzen zurück. Nachdem man ihn ins Krankenhaus nach Agatharied fuhr, saß er vier Stunden in der Notaufnahme. Die folgende Operation dauerte drei Stunden.

„Heute geht es ihm den Umständen entsprechend gut“, berichtet der Rottacher. Fünf Rippenbrüche, eine verletzte Lunge und drei Fakturen im Schlüsselbein mussten behandelt werden. Inzwischen habe sich auch die Lunge stabilisiert, die durch eine der gebrochenen Rippen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bis Freitag wird der 37-Jährige laut Aussage des Vaters wohl noch im Krankenhaus bleiben müssen. Sechs Wochen Nachbehandlung prognostizieren die Ärzte.

Ein Personenwagen sei wohl noch vor dem Radlfahrer auf der Straße unterwegs gewesen, hätte den Van also sehen müssen, so der Vater. Zwischenzeitlich hat er am Unfallort mit dem Schrankenwärter gesprochen. Dort oben seien viele Baustellen, erzählte ihm dieser. Die Polizei ermittelt und sucht weiter nach dem flüchtigen Fahrer.

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