Erste Ausstellung zur E-Mobilität

Einmal elektrisch durchs Tal flitzen

Immer mehr Autos kurven durch das Tegernseer Tal. Staus und vor allem Lärm sind die Folge. Die Alternative: Elektroautos. Doch macht die Anschaffung eines E-Autos überhaupt Sinn? Und wie fährt sich so ein Elektro-Flitzer?

Partner bei der ersten E-Mobilität-Ausstellung, die am 20. Mai auf dem Parkplatz des Hotel Bachmair Weissach in Kreuth stattfindet (v. links): E-Werk Geschäftsführer Manfred Pfeiler, Landrat Wolfgang Rzehak, Organisator Thomas Ammer, Harald Gmeiner, Vorstand Alpenregion Tegernsee Schliersee, Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider und Hotelier Korbinian Kohler.

„Die Elektromobilität löst zwar nicht das Verkehrsproblem in einer Tourismusregion wie der unseren, stellt aber die Weichen für die Zukunft.“ So bringt Grünen-Landrat Wolfgang Rzehak das Thema „E-Mobilität“ bei der gestrigen Pressekonferenz im Hotel Bachmair Weissach auf den Punkt.

Rzehak betont, er sei deshalb „Feuer und Flamme“ gewesen, die Schirmherrschaft für die erste Ausstellung im Tal mit dem Titel „EmobilEmotion – Tegernseer Stromlinien“ zu übernehmen. Weitere Schirmherren sind Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sowie Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider.

Fahren ohne Geräuschkulisse

„Geräuschlos und umweltfreundlich fahren“ – unter diesem Motto will man Autofahrer im Tegernseer Tal überzeugen, auf nachhaltige und klimafreundliche Fortbewegungsmittel wie E-Autos, E-Roller oder E-Bikes zu setzen. Denn noch gehören Elektro-Autos zu den Exoten auf den Straßen rund um den Tegernsee.

Und wer aktuell ein Elektroauto testen will, muss entweder einen Händler um eine Probefahrt bitten, oder sich selbst eines kaufen. Jetzt hat man am 20. Mai auf dem Parkplatz des Hotel Bachmair Weissach in Kreuth die Gelegenheit zu einer Probefahrt.

Regionale Autohäuser wie das Autohaus Kathan, das Autohaus Rinner, Weingärtner, Weinmann sowie die Gmunder AVG präsentieren an diesem Tag nicht nur rein elektrische Autos, sondern auch Hybridmodelle, sogenannte Teilzeit-E-Autos, die sowohl einen Verbrennungsmotor als auch ein Stromspeichergerät unter der Haube haben. Einer davon ist der Porsche 919 Hybrid, den man ebenfalls testen kann.

Wallberg-Rennen mit Elektro-Flitzern?

Organisiert wird die Veranstaltung von der in Oberhaching bei München ansässigen Kommunikationsagentur TOC, die auch schon den Wintersportkongress vor zwei Jahren in Tegernsee veranstaltete. Mit dem Thema „E-Mobilität“ hatte die Agentur schon des öfteren zu tun und eine eigene Marke entwickelt: EMOBIL EMOTION. Deren Geschäftsführer Thomas Ammer erklärt:

Das Tegernseer Tal ist eine besonders wirtschaftsstarke Region, hier kann man was Gutes umsetzen. Man muss sich nur trauen.

Er lobt den Mut der insgesamt 21 Aussteller, die eine solche Veranstaltung überhaupt erst möglich gemacht hätten und bedankt sich bei Dr. Andreas Greither, dem Inhaber des Tegernseer Hotels „Der Westerhof“, der die Idee dazu hatte. Greither setzt seit Jahren auf E-Mobilität. Die nächste Vision hat er wohl auch schon in petto: Das legendäre Wallberg-Rennen mit Elektro-Flitzern zu reaktivieren.

Setzen auf E-Mobilität (v.links): Organisator Thomas Ammer, Hotelier Korbinian Kohler, E-Werk-Geschäftsführer Manfred Pfeiler, Landrat Wolfgang Rzehak, Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider und Harald Gmeiner, Vorstand Alpenregion Tegernsee Schliersee.

Für ausreichend Strom soll zukünftig das E-Werk sorgen. Das Tegernseer Unternehmen ist Kooperationspartner der Mobilen Region (MORE) Oberland und unterstützt das Fahren mit Elektroautos. Gemietete E-Autos können direkt an der hauseigenen Ladestation mit Strom gefüllt werden.

Für Manfred Pfeiler, der seit Oktober vergangenen Jahres Geschäftsführer des E-Werks ist, war es gestern die erste Pressekonferenz. Pfeiler betont, das E-Werk sehe sich als „Energieversorger und Dienstleister für fünf Kommunen“.

Allein mit Strom können wir keine Geschäfte mehr machen.

Auch Kreuth beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen „Energie und Stromeinsparung“, so Bürgermeister Josef Bierschneider. Er sehe darin „großes Potenzial“. Sein Ziel: Urlaubsgäste, die die ganze Zeit elektromobil unterwegs sind. Harald Gmeiner, Vorstand der Alpenregion Tegernsee Schliersee, sieht in der Veranstaltung den „Startschuss zu einer elektromobilen Region“. Es sei eine Chance, den Verkehr einzudämmen. Man müsse auf „sanften Tourismus“ setzen. Die gesamt Region stehe zwar nicht für Elektromobilität, aber:

Das ist der Weg und wird der Weg sein.

Viele Gemeinde hätten schon eine Ladestation, so Gmeiner weiter, und viele Gäste würden das auch anfragen. Für die Gäste steige die Aufenthaltsqualität, wenn der Lärm im Tal durch Elektrofahrzeuge reduziert werde. Zwar dürfte die Umsetzung noch Jahre dauern, aber man sei auf dem richtigen Weg.

Korbinian Kohler, Geschäftsführer des Hotel Bachmair Weissach, wies darauf hin, dass Hoteliers zwar die E-Mobilität fördern können, indem sie ihren Gästen Ladestationen anbieten, aber die “mutigen Schritte” müssen von den Politikern kommen. Ein kurzer Blick in die Runde, dann schloss er die Pressekonferenz mit einem Spruch von Aristoteles: “Immer dann, wenn Menschen bewusst und zielgerichtet handeln, streben sie das Gute an.”

Gemüsehändler, die frisches Obst nach Hause liefern, Restaurants, die Tagesgerichte durch offene Fenster verkaufen: Unternehmen im Oberland werden erfinderisch im Überlebenskampf gegen die Corona-Krise. Nur müssen die Menschen im Tegernseer Tal und darüberhinaus auch von diesem Erfindungsreichtum erfahren.

Um diese über den ganzen Landkreise verteilten Angebote übersichtlich zu bündeln, hat die TS eine Karte entwickelt: “Das Oberland bringt’s” vernetzt kleine Unternehmer mit ihren Kunden. Wenn Sie, gegen einen Unkostenbeitrag, mit in der Karte und auf der Tegernseer Stimme aufgenommen werden möchten, melden Sie sich direkt bei uns.

Martina von Dall`Armi E-Mail martina@tegernseerstimme.de Tel 08022 / 509 21 20

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