Das Warngauer Eiscafé „Il Gelato“ feiert sein erstes Jahr

Eis, Bier und „Fenix“

Das erste kritische Jahr ist geschafft. Die Warngauer Eisdiele „Il Gelato“ hat den schwierigen Winter überstanden und den ersten vollen Sommer hinter sich. Die Betreiber waren erfinderisch.

Elvis Scapolan zusammen mit seinem Vater im “Il Gelato” in Oberwarngau. / Foto: Bronisch

Die Freude der Warngauer über die Bereicherung des Oberwarngauer Dorfzentrums war groß. Schon die Eröffnung der neuen Eisdiele war heiß ersehnt und wurde zur Geduldsprobe. Denn bei der Lieferung der Kaffeemaschine aus Italien und des Inventars gab es Verzögerungen. Währenddessen hatten die Warngauer Gelegenheit, bei der Namensfindung mitzuwirken und haben sich auch eifrig daran beteiligt. Damals wurde schon deutlich, dass sich die Bevölkerung mit dem Projekt identifiziert und das Eiscafé das Potential hat, zu einer Warngauer Institution zu werden.

Heißer Glühwein statt kaltes Eis

Am 5. September war es dann endlich soweit: Das Lokal konnte eröffnen. Aber die Warngauer waren in Sorge, ob die Betreiberfamilie Scapolan auch den Winter überstehen würde, wenn keine Ausflügler und Wanderer auf den Taubenberg am Café vorbeikommen und das Geschäft ganz auf die Bevölkerung angewiesen ist. Aber da haben sich die Warngauer offenbar selbst falsch eingeschätzt und nicht mit dem Erfindungsreichtum der Scapolans gerechnet. Die lockten bei eisigen Temperaturen mit einer Glühweinhütte.

Inzwischen kommen die Gäste nicht nur aus dem Gemeindebereich, sondern auch aus dem Tegernseer Tal und aus Holzkirchen, weiß Elvis Scapolan zu erzählen. Sogar alte Stammgäste aus Otterfing, wo die Scapolans zuletzt ein Eiscafé betrieben haben, schauen vorbei und genießen den italienischen Kaffee, das selbstgemachte Eis und die kleinen Naschereien. Am Abend ist das „Il Gelato“ zu einem Treffpunkt geworden, wo man gemeinsam einen Aperitif nimmt. Selbst wenn es draußen frischer ist, sieht man Gäste an den Tischen unter den Kastanien.

Alles fügt sich zum Guten

Kritisch wurde es allerdings, als Familie Scapolan partout keine Wohnung fand. Doch auch diese Hürde wurde genommen. Jetzt wohnen die Scapolans in Fußwegnähe von ihrem Arbeitsplatz. Aufregung gab es auch, als die große Eistüte aus Kunststoff vor dem Café verschwunden war. Ein Konditor half mit einer neuen aus. Dann tauchte die alte plötzlich wieder im Gastgarten auf. „Es war wohl nur ein Spaß gewesen“, meint Elvis Scapolan und möchte dem Urheber des „Scherzes“ auch gar nicht weiter böse sein. Immerhin hat das „Il Gelato“ jetzt zwei Eistüten.

Ein Fest mit „Fenix“

Nun, nach über einem Jahr, wird gefeiert. Am Samstag, dem 9. September, um 15 Uhr geht es los. Serviert werden bayerische Köstlichkeiten und frisch gezapftes Bier. Für die Musik sorgt die Band „Fenix“ mit einem Mix aus Pop, Rock, Funk und Soul. Die Sängerin der Band, Julia Finis, ist als gebürtige Wallerin ein heimisches Gewächs.

Kinder müssen sich nicht langweilen und können sich auf einer Hüpfburg und beim Kinderschminken die Zeit vertreiben. Und weil die Scapolans inzwischen wissen, dass ihre Kundschaft ihnen die Treue hält, findet das Fest bei jedem Wetter statt. Elvis Scapolan macht sich darum keine Sorgen: „Wenn es regnet, dann stellen wir halt Schirme auf“.


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