Die Stockschützen aus Schaftlach sind optimistisch

Eisratz´n-Halle nun hoffentlich bald fertig

Mehr als zwei Jahre dauert der Bau der Schaftlacher Eisratz´n-Halle schon. Erst unterlief ein Fehler bei den Fundamenten, dann ging das neu gebaute Dach kaputt und schließlich fehlte Geld für den Weiterbau. Doch so langsam scheint ein Ende der Odyssee in Sicht.

Manfred Weiser von den Schaftlacher Eisratz´n hofft, dass nun alles glatt geht / Quelle: David Drezga

Jahrelang hatten die Schaftlacher Eisratz´n für die Überdachung ihres Platzes gekämpft. Der Traum war ein Leistungszentrum für Stockschützen, das unabhängig vom Wetter ist. 2017 war es dann soweit, das Fundament konnte gelegt werden. Doch sie legten es zu nah an den benachbarten Wald. Also musste es neu gemacht werden, was erhebliche Mehrkosten verursachte.

Im Herbst 2018 schließlich wurden die Träger für die Überdachung aufgerichtet. Doch als das Dach montiert war, hielt es dem Schnee nicht stand, rutschte ab und musste durch ein neues ersetzt werden. Man glaubt es kaum, doch dann ging auch noch das Geld für den Weiterbau aus, weil der Sponsor aus gesundheitlichen Gründen sein Engagement nicht fortsetzen konnte.

Soweit nur die wichtigsten Eckpunkte dieser komplizierten Geschichte. Doch nach all den großen und auch kleinen Debakeln scheint sich ein Ende der Odyssee abzuzeichnen, wie Manfred Weiser, Mitglied der Eisratz´n erzählt. „Wir haben jetzt die größte Halle in der Umgebung, sieben Bahnen, unabhängig von der Witterung”, sagt er nicht ohne Stolz und führt weiter aus:

In den nächsten Wochen bzw. irgendwann im Dezember oder Januar wird die Halle fertig sein. So Gott will.

Es fehle nicht mehr viel. Beispielsweise noch die Seitenverkleidungen, die man gerade anbringe. Aber Bezirksligisten und sogar Bundesligisten spielen und trainieren hier teilweise schon, berichtet Weiser.

Die Vorstände der Eisratz´n beim Aufziehen der Seitenverkleidungen an der Halle / Quelle: David Drezga

„Die offizielle Eröffnung findet im Frühjahr statt“, ruft der Vorstandsvorsitzende Richard Hacklinger vom Baugerüst herunter. Der Mann ist wohl um die 80 Jahre alt, steht aber mit Bohrmaschine und Schraubenzieher bewaffnet oben auf dem Gerüst und bringt zusammen mit seinen Kollegen die Seitenverkleidungen an. Das zeichnet die Eisratz’n aus, dass sie seit Jahren nicht nur mit Worten, sondern vor allem körperlich für die gemeinsame Halle schuften.

Auch deshalb dauert der Bau länger als man es unter normalen Umständen für ein Gebäude dieser Art erwarten würde. Denn sie erbringen das meiste in Eigenleistung. Man kann Ihnen insofern nur wünschen, dass nichts mehr schiefgeht und die Eröffnung im Frühjahr wie geplant stattfindet.

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