Waakirchner Elternbeirat sucht Unterstützung für Schulwegbegleiter
Wenn der Schulweg zur Gefahr wird

von Nicole Kleim

Waakirchen hat einen starken Durchgangsverkehr. Vor allem die B472, die mitten durch den Ort führt, ist stark befahren. Da ist es vor allem für kleinere Schüler oft gefährlich die Straße zu überqueren. Deshalb sind jetzt die Eltern gefragt.

Sicher zur Schule: am Übergang an der Point auf Wunsch der Eltern bitte mit Hilfestellung .
An der Point ist die Straßenüberquerung nicht ganz so sicher / Archivbild

Damit die Schüler an der Glückaufstraße sicher über die Straße kommen, hat der Waakirchner Elternbeirat bei der Gemeinde einen Schulweghelfer beantragt. In der gestrigen Sitzung diskutierten die Ratsmitglieder über den Wunsch der Eltern, die Gemeinde möge doch jemanden für diesen Zweck einstellen. Bei drei unterschiedlichen Schulschluss-Zeiten sei es den vielen berufstätigen Eltern nicht möglich, Personal zu finden, so lautet die Begründung.

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Bürgermeister Sepp Hartl gab zu bedenken: „Zuerst sollten wir klären, wann wir jemanden brauchen und wieviele Kinder davon betroffen sind.“ 1,8 Millionen Euro gäbe die Gemeinde für Jugendhilfe, Kindergärten, Turnhallen, Schulen und Krippen aus, sagt er, da wäre es gut, wenn auch die Eltern ein wenig Verantwortung übernehmen und mitarbeiten.“ Ihm sei die Verkehrssituation an der B472 durchaus bewusst und man sei bemüht, eine Lösung zu finden.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Eine Ampelanlage mache in seinen Augen keinen Sinn, da die Frequentierung an dieser Stelle zu gering sei. Ein vor zwei, drei Jahren von der Gemeinde eingesetzter Polizist sei teilweise “ohne Kinder” dagestanden. Außerdem zahle und organisiere die Gemeinde einen Busdienst für die Schüler. Nach einer kurzen Debatte darüber, ob man eine erneute Bedarfsanalyse machen sollte, lehnen die Ratsmitglieder den Antrag einstimmig ab.

Jetzt sind die Eltern gefragt. Sie müssen koordinieren, wie sie ihre Kinder morgens und mittags sicher zur Schule und wieder nach Hause bringen. Und mit ein bisschen Glück in der Glückaufstraße findet sich vielleicht ein “rüstiger Rentner” oder eine “rüstige Rentnerin”, die ehrenamtlich Spaß an der Aufgabe hat.

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